Fermentiertes Gemüse, Pflege von innen!

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Stellst du gerne Forderungen an dich oder andere, die unmöglich zu erfüllen sind? Hast du meistens extrem hohe Erwartungen und neigst zu Perfektionismus? Verzettelst du dich oft und verlierst dabei das eigentliche Ziel aus den Augen? Hast du gerne alles unter Kontrolle und spontanes, impulsives Verhalten kann dich in Rage bringen? Hältst du gerne an deiner Meinung fest und gibst wenig über deine Emotionen preis? Wenn du einige dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann ist jetzt deine Saison!

Der Herbst ist die Jahreszeit des Metall-Elements, die Zeit, in der wir unsere Energien sammeln und uns von allem Unnötigen und Äußerlichen lösen. Der Herbst erinnert uns daran, dass wir in den bevorstehenden schwierigen Monaten flexibel und anpassungsfähig sein müssen, um unsere Gesundheit und unser inneres Gleichgewicht aufrecht halten zu können. Während der Herbstmonate bereiten wir uns auf die Strapazen des Winters vor: Wir bringen unvollendete Projekte zum Abschluss, beseitigen Unrat und Gerümpel, legen Nahrungs- und Brennstoffvorräte an und bereiten uns in jeder möglichen Form körperlich und emotional auf die kommenden dunklen Monate vor. Für Menschen mit einer Metall-Konstitution ist der Herbst oft die beste Zeit für den Frühjahrsputz, beziehungsweise dafür, sich von oberflächlichen und unnötigen Dingen in ihrem Leben zu lösen.

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Der Metall-Typ liebt Ordnung und Struktur. Organisation ist eine der natürlichen Begabungen dieser Menschen. Ordnung schaffen ist eine äußerst kreative Tätigkeit, weil man in kurzer Zeit unzählige Entscheidungen trifft, was man aufbewahrt und was man wegwirft. Menschen mit starker Metall-Energie müssen unbedingt lernen, sich von unnützen Dingen zu trenne, weil sie die Tendenz haben, Besitztümer zu horten. Konzentriere dich beim Aufräumen auf das was du schon erreicht hast, nicht auf das was noch zu tun bleibt. Unabgeschlossene Dinge und lange „to Do“ – Listen belasten mich. Ich versuche mich immer stärker auf das zu fokussieren, was ich gerade tue, als das was ich noch tun möchte. Denn die Liste endet nie und das macht mir unglaublichen Stress.

In dem Bemühen das Chaos durch Ordnung zu bändigen, haben Metall-Typen die Tendenz sich zu überschlagen. Sie planen ihren Tagesablauf so, dass jede Stunde von Pflichten und Verantwortlichkeiten geradezu überquillt. Eine solche Inflexibilität lähmt zwangsläufig die Kreativität und Spontaneität. Nach und nach wird das Leben von dieser Starrheit bestimmt und die Leidenschaft geht verloren.

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Welche Maßnahmen neben Entspannung, Aufräumen, Ausmisten und Atmen besonders dienlich sind, und viele weitere charakteristischen Zeichen dieser Konstitution beschreibe ich ausführlich in der Oktober-Ausgabe meiner TCM Begleitung. Da metallgeprägte Konstitutionen besonders zu Unverträglichkeiten neigen, gibt es ebenfalls eine Zusammenfassung meiner Praxis-Tipps bei Unverträglichkeiten. Und dazu wie jedes Monat jede Menge saisonale Rezepte deren milde Schärfe Blockaden löst und dich kraftvoll und bunt in den Herbst starten lässt. Freu dich schon auf die neue Ausgabe meiner beliebten TCM-Begleitung, sie erscheint am Montag. HIER kannst du schauen welche Rezepte enthalten sind und noch schnell abonnieren wenn du Monat für Monat gut durchs Jahr kommen möchtest. Eines der enthaltenen Rezepte stelle ich dir heute vor.

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Fermentierte Karotten und Rettich:

Fermentiertes Gemüse ist wichtig für die gesunde Vielfalt deiner Darmbakterien. Ich besitze dieses ganz tolle Buch übers Fermentieren. Das Buch ist wahnsinnig umfangreich und beschreibt jeden Handgriff und jedes Gemüse. Mein Problem, auf diesem Gebiet, sind die Rahmenbedingungen: der ideale Ort zum Fermentieren sollte konstant kühl (13-24°) und frei von direkter Sonneneinstrahlung sein…
In unserer Wohnung gibt es diesen Raum nicht. (Mal abgesehen von unserem Schlafzimmer und da möchte selbst ich – Küchenfee – die Geruchsbelästigung – speziell bei Rettich – nicht unbedingt haben.) Wir wohnen in einem Wiener-Altbau mit Straßen- und Hoftrakt und unser Keller liegt im vorderen Haus ist, ein weiter Weg zum täglichen Stand der Lake prüfen, aber der Geruch machte die Auslagerung notwendig …

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Die Vorteile von fermentiertem Gemüse:
Durch die Milchsäuregärung wird Gemüse ohne Hitze-Einwirkung konserviert, sodass alle Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme erhalten bleiben. Aber nicht nur das: Viele werden dadurch sogar besser vom Körper aufgenommen, und auch die Mikroorgansimen selbst sind gesund.

Fermentation:

  • bewahrt B- und C-Vitamine und macht sie leichter aufnehmbar
  • fördert die Verdauung
  • erleichtert die Aufnahme bestimmter Nährstoffe
  • macht chemische Konservierungsmittel überflüssig
  • unterstützt das Immunsystem

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Fermentierte Karotten-Rettich-Mischung:

Rezept aus obigem Buch S.146
Gärgefäß 2l

Für die Lake:
90 g unraffiniertes Meersalz
2 EL Zucker
375 ml Wasser
1 kg Karotten, geschält in feine Scheiben gehobelt oder geschnitten
1 kg Rettich, geschält in feine Scheiben gehobelt oder geschnitten
1-2 Weinblätter (nach Belieben)

Für die Lake Salz und Zucker gründlich in das Wasser einrühren und auflösen. Ich habe dazu das Wasser erwärmt, da ich nur grobkörniges Steinsalz hatte, das sich schwer auflösen lies.

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Karotten und Rettich habe ich mit dem Sparschäler gehobelt. Die Reste dann gerieben. Das ist eine etwas zeitraubende Angelegenheit. Ich nutze diese Zeit zum Entspannen, aber wenn es dich nervt, dann nimm lieber gleich eine Küchenmaschine zu Hand! Beide Gemüsespäne mischen und in das Gärgefäß geben. Das Gemüse im Glas unter den Glasrand klemmen, bzw. da meine Gläser keinen solch ausgeprägten Rand haben, habe ich es etwas zusammen gestampft – das ging besser mit dem gehobelten Gemüse, als mit den gerieben Resten. So viel Lake angießen, dass alles bedeckt ist. Die übrige Lake im Kühlschrank aufbewahren zum Nachfüllen. Sie hält sich ungefähr eine Woche lang.

Das Gemüse gegebenenfalls mit den Weinblättern belegen, ich hatte keine und hab diesen Punkt weggelassen. Sofern das Gemüse gut unter dem Glasrand eingeklemmt ist, kann auf Beschwerer verzichtet werden, ansonsten Gewicht auflegen zb ein kleineres mit Wasser oder Steinen befülltes Glase oben drauf stellen. Das habe ich gemacht!

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Das Gefäß auf ein Backblech oder in einen tiefen Teller stellen und das Gemüse an einem kühlen Ort ohne direkte Sonne 7-14 Tage fermentieren lassen. Ich schau dann jetzt mal gleich in den Keller …

Das Glas im Blick behalten: falls zu viel Flüssigkeit verdunstet, etwas Lake nachgießen. Ablagerungen an der Oberfläche sind meist kein Grund zur Sorge, aber Schimmel sollte abgeschöpft werden.

Allmählich verliert das Gemüse die frische Farbe und die Lake wird trüb. Jetzt kannst du probieren: das Gemüse sollte schön säuerlich, aber nicht beißend nach Essig schmecken.

Der Punkt mit dem Schimmel hat mich natürlich irritiert, aber in mehreren Stellen des Buchs wird immer wieder betont, dass Schimmel der sich auf der Lake bildet unbedenklich ist, so lange er lediglich an der Oberfläche schwimmt und das Gemüse darunter gut von Luft abgeschlossen ist. Den Schimmel sollte man sofort entfernen. Ich wünsche mir und dir, dass sich einfach kein Schimmel bildet! Mach eventuell nur mal die halbe Menge! Viel Glück und berichte mir von deinem Experiment in den Kommentaren!

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Aus der Sicht der TCM:

Wie genau die Mischung aus Karotten und Rettich wirkt, steht in keinem TCM Buch, aber generell gilt, dass fermentierte Lebensmittel sauer und salzig sind, mit den Karotten haben wir den süßen und mit dem Rettich den scharfen Geschmack mit an Bord. Es fehlt also nur der bittere Geschmack, aber heißes Wasser zählt zum Feuer-Element und somit TATATATA ist das 5 Elemente-Rezept komplett.

Die Säure entsteht dadurch, dass die Bakterien den Zucker fermentieren, sprich je mehr Zucker in der Lake, desto saurer wird das Endprodukt! Die Wirkung ist Qi tonisierend, sowohl die Abwehr- als auch die Verdauungskraft wird aktiviert.

Hier kommt es nicht auf große Mengen, sondern regelmäßige Botschaften an deinen Darm an: am besten täglich als Würze zu deinen Speisen dazu genießen!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 2

  1. Hildegard Elisabeth Mazloum Oktober 12, 2017

    Das scheint ja sehr interessant zu sein. Kann man nur diese „harten“ Gemüse fermentieren oder auch z,B. Spitzkohl? Ist man das wie einen Salat dazu?
    Danke für die Info. Du machst dir sehr viel Mühe. Ich bin begeistert.
    Liebe Grüsse von Hildegard E.

    • Pascale Neuens Oktober 17, 2017

      Liebe Hildegard, man kann jedes Gemüse fermentieren, Sauerkraut ist ja auch nichts anderes. Google mal nach Kimchi, das ist die koreanische Variante und wird mit CHinakohl gemacht, geht schneller und schmeckt köstlich…mir ist nur meist zuviel Knoblauch drinnen – das mag ich nicht so, aber das kann man beim Selbermachen ja dosieren! glg Pascale

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