Info Frühling

 – die Lebensmittel Wirkung –

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Ausgleichen und Ausleiten

Ziele der Ernährung im Frühling:

  • Winterspeck verabschieden (reinigen, feuchte Hitze ausleiten)
  • Energie tanken (Blut und Säfte aufbauen)
  • Migräne-Attacken und Allergien vorbeugen (Wind abhalten)

Feuchte Hitze ausleiten:
Feuchte Hitze – oder die Kurven und Dellen des Winters gepaart mit Symptomen wie Völlegefühl, Spannungsgefühl im Bauch, Mundgeruch, dumpfer Kopfschmerz, verklebte Augen, Durst – aber nicht trinken wollen, hohe Cholesterinwerte, riechende Blähungen, stinkig weicher klebriger Stuhlgang… Feuchte Hitze ist unappetitlich und hat das Potential die vitalen Mechanismen des Körpers zu behindern, die Energie kann nicht frei fließen (ist dir etwas über die Leber gelaufen?), Blut und Säfte werden nicht aufgebaut! 
Reinigungskuren sind im Frühling in aller Munde! Aus der Sicht der TCM ist eine radikale Fastenkur oftmals zu anstrengend für unsere geschwächten Körper. Stattdessen wird empfohlen mit den richtigen Nahrungsmitteln und einer schlichten Ernährung die über den Winter angesammelten „Schlacken“ auszuleiten.

Wichtig: Neubildung feuchter Hitze vermeiden und auf Fertigprodukte, Alkohol, vor allem Cocktails und fettige Speisen, Milchprodukte, Fleisch und Kombinationen extremer Geschmäcker wie fettig-salzig (Chips, Pizza, Wurst,…) und fettig-süß (Tiramisu, Cremeschnitten, Nutella,…), sowie trocknende  und scharf-heiße Speisen wie Gegrilltes, Geräuchertes, austrocknende Tees und Gewürze (Yogitee), Kaffee, Mineralwasser, und Zigaretten in dieser Phase verzichten!
Beitrag: 5-Tageskur zur Vorbeugung der Frühjahrsmüdigkeit

Tipp: Schlicht und einfach essen, 4 Stunden Pausen zwischen den Mahlzeiten! Getreide, gedünstetes grünes Gemüse, Sprossen und frische Kräuter sind bestens zum Ausleiten geeignet. Grünes Gemüse kühlt die Hitze und das Aroma der Kräuter (Koriander, Pfefferminze,…) bringt Bewegung ins Getriebe, das Getreide leitet Überschüssiges aus. Rohkost wäre zu kalt, besser jetzt darauf verzichten!

Blut und Säfte aufbauen:
Im Frühling treibt die Natur nach außen und alles beginnt zu sprießen und zu wachsen. So auch wir: Kreativität, Motivation und Unternehmungsgeist kommen auf. Das ist anstrengend für den Körper, verfügen wir chinesisch gesehen über zu wenig Blut und Säfte, leiden wir unter der berühmten Frühjahrsmüdigkeit – Abgeschlagenheit. Diese kann gepaart sein mit einer blassen Gesichtsfarbe, blassen Lippen, trockenen Augen, unscharfer Sicht, Muskelschwäche und Krämpfen, Taubheitsgefühl in den Extremitäten, Haarausfall, brüchigen Nägeln, Schlafstörungen und einem leicht depressivem Verhalten. Der Blutmangel kann Herzklopfen gepaart mit Ängstlichkeit, nervöses, labiles und schreckhaftes Verhalten, geistige Müdigkeit, schlechtes Gedächtnis, ausbleibende Regelblutung und trockenen Stuhl bewirken. Erfrischende Sprossen- und Gemüserezepte (rote und grüne Sorten), mit frischen (Wild-)Kräutern, guten Ölen und etwas Saurem bauen uns wieder auf!

Petersilien-Kresse-Salat: (mittags als Beilage zu gekochtem Getreide oder Kartoffeln): 1 Bund Petersilie waschen und klein zupfen, mit einer Tasse KresseOlivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und etwas gerösteten Walnüssen/Mandeln zu einem Kräutersalat vermischen. Je nach Geschmack noch frische Granatapfelkerne zugeben, sie verleihen dem Salat noch mehr Spritzigkeit! Um die Mahlzeit reichhaltiger zu gestalten, eignet sich eine cremige, reife Avocado.

Tipp für die Leber: 1 Msp Zuckerrohrmelasse in warmen Wasser auflösen und mit einem Spritzer Zitronensaft trinken, nährt und klärt die Leber!

Wind abhalten:
Der Frühling stellt die Verbindung zwischen Winter (Yin) und Sommer (Yang) her – damit dies harmonisch abläuft ist die Mitarbeit unserer Leber gefragt – sie sorgt für den freien Fluss der Energie. Um die Dynamik des Frühjahrs (Yang) halten zu können braucht die Leber ausreichend Blut (Yin). Ansonsten steigt die Energie (vor allem in Kombination mit heftigen Frühlingswinden) zu stark auf und Migräne, Allergien, Schwindel, Sehstörungen, Reizbarkeit, Hörstürze, Wutausbrüche und hoher Blutdruck können die Folge sein.

Der bittere Geschmack und die kühlende Eigenschaft zahlreicher erfrischender Frühlingspflanzen wirkt der aufsteigenden Hitze entgegen: Löwenzahn, Artischocken, Brennessel, Stangensellerie, Spargel,…

Kur mit Frischkräutersäften:  1-2 EL 3x täglich über einen Zeitraum von 2 Wochen! Geeignet sind Birkensaft, Brennesselsaft, Artischockensaft oder Selleriesaft.
Kur für Pollenallergiker: 2 TL Flos Chrysantenum sinensis, 1 EL Gojibeeren mit einem Liter kochenden Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Während 10-14 Tagen über den Tag verteilt trinken und die Gojibeeren mitessen.

Etwas chinesisch zum Schluß – das Holz Element:
Leber und Gallenblase sind die Organe dieses Elements. Die Leber ist für den freien Fluss der Energie (Qi) zuständig, Qi muss frei fließen können um seine Aufgaben im Körper zu erfüllen, ansonsten kommt es zu Blockaden in unterschiedlichen Bereichen: die Leber Qi Stagnation – sie drückt sich oftmals aus in Frust und Zorn – den Emotionen der Leber. Gegen sie kommt man mit der Ernährung schwer an. Bewegung und Kreativität (Holzhacken, Yoga, Malen, Tanzen,…) sind wichtig um Stagnation zu lösen!
Die häufigste Ursache für eine Depression ist aus Sicht der TCM die Leber Qi Stagnation!
Der klimatische Faktor des Holzelements ist der Wind! Pollenallergiker haben oft eine Schwäche in der Lunge und den Nieren und leiden besonders unterm Wind.

Die Leber speichert das Blut und steht in engem Zusammenspiel zum weiblichen Zyklus: PMS und Regelbeschwerden gehen auf ihr Konto. Sie ist das Haus der der Wanderseele ´Hun´. Bei Blutmangel wird Hun unruhig und wandert herum. Schlafstörungen oder übermäßiges Träumen zwischen 1.00 und 3.00 Uhr nachts sind die Folge. Der zugehörige Geschmack ist sauer, da sauer etwas Bewahrendes hat und somit das Blut schützt. Ausserdem zieht sauer zusammen, das kann hilfreich sein in einer Zeit wo die Natur allzusehr nach aussen treibt! Ist die Leber beleidigt, greifen wir eher zu süß um sie wieder zu entspannen! Die Leber öffnet sich laut der 5 Elemente Lehre in den Augen (Augenprobleme haben immer einen Bezug zur Leber) und die dem Holz-Element zugehörige Farbe ist grün – dies erklärt warum ins Grüne Schauen die Seele baumeln lässt. Die Gallenblase speichert und reguliert das Gallensekret, das wiederum von der Leber produziert wird. Das Gallensekret unterstützt die Fettverdauung, ist sie überfordert – werden wir grün im Gesicht und spucken Galle (grünlich)! Eine starke Gallenblase hilft leicht zur Entscheidungsfindung zu kommen.


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Lebensmittel Wirkung
    • Amaranth
    • Artischocke
    • Austernpilze
    • Azukibohnen
    • Bärlauch
    • Basilikum
    • Beifuß
    • Brennessel
    • Brunnenkresse
    • Bockshornkleesamen
    • Buchweizen
    • Bulgur
    • Couscous
    • Champignons
    • Chicorée
    • Dille
    • Dinkel
    • Ente
    • Essig
    • Estragon
    • Gänseblümchen
    • Gerste
    • Granatapfel
    • Grapefruit
    • Grünkern
    • grüner Tee
    • Hagebuttentee
    • heißes Wasser
    • Huhn (als Suppe)
    • Karotte
    • Kerbel
    • Kopfsalat
    • Koriander (grün)
    • Kresse
    • Kurkuma
    • Litschi
    • Löwenzahn
    • Melissentee
    • Orangen
    • Petersilie
    • Pfefferminze
    • Preiselbeere
    • Quinoa
    • Radicchio
    • Radieschen
    • Ringelblütentee
    • Reis
    • Rhabarber
    • Roggen
    • rote Rüben
    • Rukola
    • Rüben
    • Salbei
    • Sauerampfer
    • Sauerkraut
    • Sellerie
    • Sojasprossen
    • Spargel
    • Spinat
    • Stangensellerie
    • Sprossen
    • Tofu
    • Veilchen
    • Vogerlsalat (Feldsalat)
    • Vogelmiere
    • Weizen gekeimt
    • alle essbaren Wildkräuter
    • Yi Yi Ren, chin. Perlgerste
    • Zitronensaft

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