Info Übergangszeit

-die Wirkung unserer Nahrungsmittel-

dojo_mitte_staerken_entschlacken
Mitte stärken, Gleichgewicht herstellen, Entschlacken

Ziele der Ernährung in der Übergangszeit 

  • Verdauung stärken / Umwandlung optimieren
  • Gleichgewicht herstellen
  • Entschlacken

Verdauung (Mitte/Erde) stärken/ Umwandlung optimieren:
Müdigkeit, Schwäche, Völlegefühl, Blähungen, Unverträglichkeiten, Allergien, Appetitmangel, Süßgelüste, Krampfadern, Hämorrhoiden, weicher Stuhl, Verstopfung, …
Diese Symptome deuten auf eine geschwächte Mitte hin. Wenn die Verdauung nicht gut funktioniert, sprich der Topf über dem Feuer nicht optimal vor sich hin köchelt, gerät der Körper aus dem Gleichgewicht. Unser Auto würde zum Rußen anfangen oder schlecht „ziehen“ und wir würden in die Werkstatt fahren. Bei unserem Körper neigen wir dazu, diese Dinge zu übergehen und zu warten bis wir uns wirklich krank fühlen, damit der Arzt uns die richtige Pille verschreiben kann. Sorgen wir über die Ernährung für eine gestärkte Verdauung, verschwinden viele der genannten Symptome, das Wohlbefinden steigt und wir ersparen uns nebenbei vermutlich die ein oder andere Krankheit.

Thermisch neutrale und süße Nahrungsmittel wie Karotte, Kartoffel, Kürbis, Getreide, Wurzelgemüse wie Pastinake, Sellerie, roten Rüben, … stärken die Verdauung und geben dem Körper neue Kraft. Wir fühlen uns gut genährt, Süßgelüste können verschwinden.

Rezept Süßgelüste-Wegzauber-Tee: 2-3 zerquetschte Kardamomkapseln, eine Prise Vanillepulver und 2 Stückchen Orangenschale mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Eventuell eine Messerspitze Melasse zugeben.
Isst man vermehrt vegetarisch, kann auch ein Eiweißmangel die Ursache von Süßgelüsten sein. 2-3 EL gekochte Hülsenfrüchte oder geröstete Sonnenblumen- und Kürbiskerne zu jeder Mahlzeit können Abhilfe schaffen. 

TIPP: Verzichte ein paar Tage auf Genussmittel wie Alkohol, Koffein, Süßwaren, Zucker, Auszugsmehlprodukte, Rohkost (auch Salate), Südfrüchte, Milchprodukte, Mineralwasser und kalte Getränke.

Natürliches Gleichgewicht wieder herstellen:
Die Ernährung in der Übergangszeit ist thermisch und geschmacklich neutral, aus wenigen Zutaten zusammengestellt und gut verträglich (nichts Fettes, Schweres,…). Das Ziel ist es, den Körper mit der Nahrungsaufnahme möglichst wenig zu belasten. Durch einen erhöhten Anteil gekochter Nahrung (2-3 gekochte Mahlzeiten pro Tag) werden dem Körper die Nährstoffe mit minimalem Aufwand zugänglich gemacht. Kräuter und Gewürze wirken unterstützend bei der Transformation der Nahrung und sorgen für mehr Geschmack. Die Energie steht allen anderen Organen und Körperfunktionen zur Verfügung und der Körper kann Schwächen ausgleichen und sein inneres Gleichgewicht wieder herstellen. 

Rezept Basensuppe/-gemüse: 2 Kartoffeln, 2 Karotten, 2 Stangen Staudensellerie, 3-4 Shiitakepilze, frische Kräuter nach Wahl, gutes Öl.
Die Kartoffeln und Karotten schälen, waschen und in feine Scheiben schneiden. Den Stangensellerie putzen, waschen und fein würfeln. Die Shiitakepilze in feine Scheiben schneiden. Das Gemüse in ca 1 l Wasser während 20 Minuten köcheln, in ein Sieb abgießen und den Sud auffangen (zum Trinken). Gemüse mit frischen Kräutern (Koriander, Basilikum, Petersilie,…) und 1 EL gutem Öl (natives Olivenöl, Leinöl,…) genießen.

TIPP: Dies ist ein bekömmliches Frühstück oder ein entlastendes Abendessen in der Übergangszeit. Der Sud kann lauwarm zwischen 2 Mahlzeiten getrunken werden.

Entschlacken bzw. Feuchtigkeit/Schleim ausleiten:
Dumpfer Kopf, Trägheit, Schweregefühl, in der Früh nicht in die Gänge kommen, Muskelschwäche (dünne Extremitäten), Übelkeit und Gewichtsverlust, hartnäckiges Übergewicht, Ödeme, klebriger Stuhl (viel Klopapier) …
Diese „kleinen Alltagswehwehchen)“ sind ein Hinweis auf „Feuchtigkeit“ im Körper. Die Übergangszeiten sind ideal um mit dem Übel vergangener Ernährungsfehler aufzuräumen. Eine 3-5 tägige Getreide- oder Suppenkur hat einen ausleitenden und wohltuenden Effekt und gibt Mut zur Umstellung eingefleischter Essgewohnheiten.

Reinigungstage:
Je nach Hungergefühl 3-5 Mahlzeiten bestehend aus: gekochtem Reis, Hirse oder Kartoffeln oder Gerste (leitet Feuchtigkeit besonders gut aus, ist allerdings nicht glutenfrei!) mit gedünstetem Obst oder Gemüse (nicht mehr als 2-3 Sorten / Tag), 1 EL kaltgepresstem Öl,1 EL frischen Kräutern, ein paar Spritzer Zitronensaft, einer Prise Salz, etwas Kurkuma oder Paprikapulver oder Kardamom oder geriebene Zitrusschalen

Wichtig: Bei reiner Kohlenhydrate-Ernährung kann man großen Hunger bekommen, daher ab dem zweiten Tage pflanzliches Eiweiß ergänzen: 2-3 EL gekochte Adzukibohnen oder einige Pilze, Nüsse/Samen dazu essen. Eventuell sind Suppentage (zB Kohl-, oder Lauchsuppe) leichter durchzuhalten.
Um die Verdauungsenzyme nicht zu „verdünnen“, knapp vor, während und 1,5 Stunden nach den Mahlzeiten nicht trinken. Getrunken wird Wasser und eventuell entschlackende Kräutertees wie Brennessel, Birkenblätter, Artischocken- oder Selleriesaft mit viel Wasser, Basensuppe.

Noch etwas chinesisch zum Schluß:
Die 5 Elemente Lehre umfasst fünf Jahreszeiten: Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter und Spätsommer/Übergangszeit (Dojo). Diese „zusätzliche“ Jahreszeit – der Spätsommer – wird dem Erdelement zugeteilt. Die zugehörige Farbe ist gelb, die Organe sind die Milz und der Magen, und der Geschmack ist süß. Die Erde ist das zentrale Element in der chinesischen Medizin. Es verbindet die vier herkömmlichen Jahreszeiten/Elemente miteinander, harmonisiert die Abläufe, leitet in einander über (4 Übergangszeiten, Dojo-Zeiten) und balanciert Ungleichgewichte aus. Die Übergangszeiten erstrecken sich über einen Zeitraum von jeweils 18 Tagen, zwischen den 72 tägigen Jahreszeiten.

Ist das Erd-Element überlastet (schwache Mitte) produziert es Feuchtigkeit und kann die Energie im Körper nicht mehr richtig aufbauen. Die Feuchtigkeit wird in der Lunge (Schleimtopf) gelagert. Es kommt zu verstopfter Nase, Schnupfen, Bronchitis. Ist der Schleimtopf voll, wird auch die Lunge geschwächt und eine Infektanfälligkeit ist vorprogrammiert. Schleim ist die Ursache aller schweren Krankheiten. Es ist wichtig die Feuchtigkeit- und Schleimbildung nach Möglichkeit zu verhindern. Dies erreicht man über eine bekömmliche Zubereitungen, die Verwendung von Kräutern und Gewürzen und das Vermeiden/Reduzieren von schwer Verdaulichem.

Nach dem traditionellen chinesischen Verständnis sind die Jahreszeiten zu unserem Kalender um eine halbe Jahreszeit nach vorne verschoben. Die jeweiligen Stichtage werden als Mitte einer Jahreszeit verstanden, statt wie bei uns mit deren Beginn gleichgesetzt zu werden: So stehen am 21. März (Frühjahrs-Tagundnachtgleiche) und 23. September (Herbst-Tagundnachtgleiche) die Kräfte des Tages (Yang) und die Kräfte der Nacht (Yin) im Gleichgewicht. Der 21. Juni (Sommersonnenwende), der längste Tag des Jahres, steht für die Mitte des Sommers und wird als größte Ausprägung der Tagkraft (Yang) verstanden. Der 21. Dezember, die längste Nacht des Jahres, steht für die Mitte des Winters und wird als stärkste Ausprägung der Nachtkraft (Yin) verstanden.


dojo_übergangszeit_auswahl
süße Nahrungsmittel, (*) zur Stärkung der Mitte geeignet:
    • Anissamen (*)
    • Aprikose, Marille (*)
    • Apfel (*)
    • Avocado
    • Banane
    • Birne (*)
    • Bohne (grüne, gelbe), Fisole (*)
    • Brokkoli (*)
    • Butter (*)
    • Champignon (*)
    • Dörrobst (*)
    • Ei
    • Esskastanie/ Maroni (*)
    • Fenchel (*)
    • Fenchelsamen (*)
    • Gerste (*)
    • Ghee (*)
    • Karfiol (*)
    • Karotte (*)
    • Kartoffel (*)
    • Käse
    • Kohl (alle Sorten) (*)
    • Kohlrabi (*)
    • Kürbis (*)
    • Kuzu (*)
    • Maiskolben (*)
    • Mango
    • Mangold
    • Maulbeere (*)
    • Milch (Kuh-)
    • Melone
    • Nüsse und Samen (*)
    • Papaya
    • Paprika
    • Petersilienwurzel (*)
    • Pfirsisch (*)
    • pflanzliche Öle
    • Pilze
    • Polenta (*)
    • Rüben (*)
    • Safran
    • Seitan
    • Schwarzwurzel (*)
    • Sellerie (*)
    • Sojamilch
    • Spargel
    • Spinat
    • Stangensellerie
    • Süßkartoffel (*)
    • Süßreis (*)
    • Süßungsmittel (Zucker, Sirop, Malz,Melasse…)
    • Tofu
    • Topinambur
    • Vanille
    • Weintraube
    • Yamswurzel (*)
    • Zimt
    • Zucchini
    • viel SCHLAF
    • Bewegung

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Kommentare 2

  1. Maria Starzacher April 26, 2017

    Liebe Pascale!
    Danke für den super Bericht und die Erinnerung, dass die Dojo Zeit ab heute beginnt.
    Ich war leider vor und auch nach Ostern unterwegs und konnte nicht alles bei „besser essen und fitter fühlen mitverfolgen.
    Somit habe ich auch den Bonus für Dein12 monatiges TCM Begleitprogramm übersehen.
    Möchte und werde es aber noch vor dem Mai bestellen.
    Man spürt bei Dir die volle Energie, welche Du in Deine – diese Arbeit hineinsteckst.
    Alles Liebe Maria

    • Pascale Neuens April 27, 2017

      Danke liebe Maria, das freut mich total, dass du viel mitnehmen kannst! glg pascale

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