Nachtrag zum Thema Fasten und ein Reisgericht!

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Geht es nur mir so, man nimmt ja immer das stärker wahr, mit dem man sich gerade selber beschäftigt, aber mir scheint das Fasten-Thema ist heuer besonders präsent. Vermutlich weil es sich medial so schön ausschlachten lässt und jeder seinen Senf dazu geben kann, so wie die Neujahrsvorsätze. Aus diesem Grund hatte ich überlegt das Thema hier auszuklammern, aber wenn mir dann diese ganzen hardcore Methoden unterkommen, dann kann ich nicht so tun als ob das alles für jeden absolut empfehlenswert und gesund wäre. Radikalkuren kommen für Typen wie mich definitiv nicht in Frage, auch wenn noch so viele Menschen davon begeistert sind.

Aus TCM Sicht sind Radikalkuren eher für Fülle-Typen geeignet: energiegeladene, oftmals eher laute Menschen, die gerne auch im Winter im T-Shirt herumlaufen, denen nie kalt ist, die dazu neigen einen roten Kopf zu haben und auch gewichtsmäßig meist gut aufgestellt sind. Sie können sich ihrer Fülle und Hitze entledigen in dem sie radikal vorgehen und strikt fasten oder Frisch-Saftkuren machen. Mangel-Typen, die leicht frieren, ein blasses Gesicht haben, oftmals auch eher stille, zurückhaltende Naturen darstellen, die unter Kälte leiden und häufig frieren, vielleicht sogar gegen Untergewicht ankämpfen, denen rate ich von Radikalkuren ab. Sie kosten einfach zu viel Energie und schwächen dich und deine Verdauung, die in  vielen dieser Fällen ohnehin schon angekratzt ist.

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Und was ist jetzt mit den Mischtypen? Also denen, den ständig kalt ist und die trotzdem Übergewicht haben? Oder die ausgezehrten die unter innerer Hitze leiden? Tja, nicht umsonst geht die TCM sehr individuell vor und entscheidet von Mensch zu Mensch was gut und richtig ist. Da kann ich jetzt keine allgemeinen gültigen Regeln aufstellen. Was aber definitiv allen Menschen hilft ist:

  • weniger Kaffee
  • weniger Zucker
  • keine Fertigprodukte
  • weniger Alkohol/Zigaretten/…
  • öfters mal eine Suppe
  • selber kochen
  • regelmäßig ein warmes Frühstück
  • und noch banaler – dafür besonders schwer einzuhalten – gut kauen und regelmäßig essen!

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Hast du dir bei den eben zitierten Dingen keinen Punkt gefunden den du ändern möchtest? Dann denke doch kurz darüber nach, ob du vielleicht eine andere Gewohnheit hast, von der du dich gerne trennen möchtest?  Du kannst das Fasten ja auch auf einen anderen Lebensbereich übertragen und beschließen ab sofort täglich die Stiege statt dem Lift zu nehmen, oder  jeden morgen 5 Minuten zu meditieren, oder ein Erfolgsbüchlein einzuführen, in dem du dich für alles was super läuft in deinem Leben ordentlich selber lobst (das stinkt nämlich gar nicht, wenn du dir mal anerkennend auf die Schulter klopfst und sagst dass du SUPER bist) oder, oder, oder…. Manchmal tut es uns halt einfach irrsinnig gut, wenn wir den inneren Schweinhund überlisten und eine miese Gewohnheit einfach ad acta legen.

Wenn du bedenkst wie selbstverständlich Zähneputzen ist, aber wie viele Jahre deine Eltern dir das liebevoll antrainiert haben, dann wird dir bewusst wie lange es dauern kann, um gute Gewohnheiten im Alltag zu etablieren. Mein warmes Frühstück ist für mich zum Zähneputzen geworden, ohne wohligen Brei oder Suppe im Bauch verlasse ich das Haus nicht mehr. Wenn ich mich jetzt daran erinnere, dass ich früher lieber 15 Minuten länger geschlafen habe, als etwas zu essen… dafür habe ich dann meist bis Mittags gehungert….aus meiner heutigen TCM Sicht wohl mit die Ursache für meine anschließenden Beschwerden …

Meine Kinder gehen – im Moment – am liebsten mit diesem Frühstück im Bauch aus dem Haus:

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Wie du mit diesem warmen, schnellen und kinderleichten Gericht dich und deine Verdauung stärken kannst, das zeigen dir heute meine liebsten kleinen Helfer. Wobei klein nicht mehr ganz stimmt. Emilie hat mich inzwischen grössenmäßig fast eingeholt und technisch ist sie mir so wie so schon längst überlegen, weshalb ich ihr das Gebiet Video übergeben habe.

Das Gericht ist so leicht zu zubereiten und schmeckt in allen Variation, sprich du kannst auch Mangold und Pilze, statt Karotten und Ei nehmen. Und Reis kannst du auch durch Quinoa, Hirse oder sonstiges Getreide ersetzen. Feel free! Bitte schau dir das Video an und probiere dann einfach aus und poste mir gerne deine liebste Variante.

Aja, ich schreibe Sojasauce, meine aber Tamari – das ist die glutenfreie Variante!!!

Aus der Sicht der TCM:

Da ich immer sehr ehrgeizig bin, was die Qualität meiner Blogbeiträge anbelangt und folglich nicht so oft poste, wie ich gerne würde, betreibe seit neustem eine Gruppe in Facebook zum Thema: besser essen . fitter fühlen. Ich lade dich herzlich dazu ein, der Gruppe hier beizutreten.
Für alle die Facebook ablehnen (was ich verstehen kann) möchte ich hier ein Video aus der Gruppe teilen, zum Thema Fasten aus der Sicht der TCM:

Wenn ich schreibe dass du Reis durch eine andere Getreideart ersetzen kannst, dann stimmt das natürlich für die Speise, aber nicht in Bezug auf ihre Wirkung. Reis leitet Feuchtigkeit am besten aus und wirkt bei erhöhten Cholesterinwerten, Übergewicht und Diabetes. Besonders empfehlenswert ist da Vollkorn-Basmati-Reis, jedenfalls ein Langkorn-Reis. Basmati-Reis besonders gut verdaulich. Rundkornreis baut das Qi besonders gut auf, er gibt also mehr Energie und ist weniger zum Ausleiten geeignet.

Reis war zuletzt wegen hohem Arsen- und Mineralöl-Gehalt in den Schlagzeilen. So wie die Nährstoffe (Vitamine und Mineralien) sitzen auch die Schwermetalle hauptsächlich in den Randschalen, wodurch Vollkornprodukte stärker belastet sind, als geschälter weißer Reis (nährstoffärmer). Verdauungsbeeinträchtigte Menschen vertragen allgemein den weißen Basmati-Reis am Besten. Wie bei allen Lebensmitteln bin ich der Meinung, man darf sich nicht verrückt machen lassen und versuche die Quelle nach Möglichkeit zu wechseln. Bei Rundkornreis greife ich gerne auf europäische Sorten zurück!

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 8

  1. Hallo, sieht richtig gut aus! Eine Frage noch: wie lange lasst ihr das Gemüse vor dem Servieren noch in der Pfanne köcheln? Im Video schien es mir sehr kurz. Wie gar sollen die Möhren denn werden?

    • Pascale Neuens März 12, 2017

      Liebe Birgit, bei uns bleiben die Karotten eher roh in dem Fall. Du kannst sie natürlich gerne etwas vordünsten! Aus TCM Sicht brauchen Menschen mit einer Leber Qi Stagnation einfach etwas zum Beißen, dadurch werden Spannungen abgebaut. Das ist auch bei den meisten Menschen das Problem, wenn sie zb Brei oder Congée in der früh nicht mögen, weil ihnen das zu wenig Biss hat. Also einfach mal ausprobieren wie es dir am besten schmeckt und gut tut, glg Pascale

  2. Tolles Video – und grandiose Schauspieler 🙂
    Ich würde wahnsinnig gerne Deiner fb-Gruppe beitreten; finde aber irgendwie nicht hin…
    könntest Du mal den link posten hier?

    Puncto schnelles, gesundes Mittagessen hab ich mir einen Tipp von meiner Mama abgeschaut (wahrscheinlich no-na *Augen-roll* für viele erfahrene Mütter; für mich als eher neo-mum war’s aber DIE Erleuchtung!): Während ich das Frühstück herrichte, koche ich immer schon die Getreide-/Kohlenhydrat-Beilage für’s Mittag- und Abendessen. Das war für mich DER Schlüssel zur gesunden Quicky-Küche, wenn mal zB ein hungriges Kind am Arm quengelt…

  3. Liebe Pascale,
    das Rezept klingt toll! Gibt’s das auch in geschriebener Version zum Ausdrucken? Auch wenn’s einfach ist, hab ich gern ein Rezept vor mir liegen…
    VLG,
    Martina

    • Pascale Neuens März 19, 2017

      Liebe Martina,

      am besten du kopierst es dir in ein Wordfile und löschst so viele Fotos raus wie du möchtest und druckst es dir dann aus! viel Spaß beim nachkochen, glg, Pascale

  4. Liebe Pascale,
    dieses Rezept liebe ich mittlerweile! Ich verwende Champignons, Karotten und Stangensellerie und ein pochiertes Ei dazu- das ist herrlich als warmes Mittagessen. Zusätzlich geht es schnell und kann gut mitgenommen werden. Das nächste Mal probiere ich es mit Spinat.
    Liebe Grüße,
    Julia

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