Mehr Eiweiß aus grünem Gemüse: Mangold und Vinaigrette!

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Isst du eigentlich Fleisch oder trinkst du überhaupt Kaffee, das sind 2 Fragen die mir immer wieder gestellt werden. Ich muss sagen, emotional gesehen bin ich ein ziemlicher Allesfresser, physisch macht mein Körper da leider nicht ganz mit. Bezüglich Milchprodukte und Gluten oder größeren Mengen Kohlenhydraten im Allgemeinen legt er immer wieder ein Veto ein und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb ich nicht auf Fisch, Eier oder Fleisch verzichten kann/will.

Auf der Suche nach der richtigen Ernährung bin ich vor Jahren bei der TCM gelandet, habe allerdings für mein Wohlbefinden den hohen Getreideanteil durch einen hohen Gemüseanteil ersetzt und achte seither recht genau darauf, dass ich ausreichend Eiweiß esse! Eiweißmangel ist in unseren Breiten nicht häufig, aber gerade bei Ernährungsbewussten kann es doch immer wieder dazu kommen.

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2 mögliche Gründen für einen Eiweißmangel:

  • Ernährungsbewusste Menschen, die tierische Produkte (Fleisch, Fisch und Milchprodukte) reduzieren, ohne für entsprechenden Ersatz zu sorgen.
  • Menschen die unter andauerndem Stress stehen, haben einen erhöhten Eiweiß-Bedarf.

Eiweiß ist der Ursprung des Lebens und es erfüllt im Körper grundlegende Aufgaben. Protein ist der Grundbaustein unserer Zellen und an Stoffwechsel- und Reparaturprozessen beteiligt. Stress entspricht aus Sicht der Evolution unserem eingebauten „Fluchtmodus“. Sind wir auf der Flucht, haben Stoffwechselprozesse keine Priorität. Die körpereigene Eiweiß-Herstellung ist gehemmt, da die gesamte Energie „zum Weglaufen“ zur Verfügung gestellt wird.

Der individuelle Eiweißbedarf ist abhängig vom Alter, Gesundheitszustand, Lebensstil und vielen anderen Faktoren. In Zeiten extremer Belastung, Krankheit und Rekonvaleszenz, sowie im Alter steigt der Eiweiß-Bedarf. Ein junger, schlanker Mensch, der wenig Sport treibt, kommt mit weniger aus, während ein älterer Mensch mit viel Stress und unter körperlicher Belastung (Training oder Krankheit) mehr Proteine benötigt um die Reparaturprozesse im Körper aufrecht halten zu können.

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Heißhunger auf Süß hat seine Ursache oftmals in einem zu wenig an Eiweiß. Auf diese Erkenntnis setzen low carb Diät-Prinzipien. Der Körper hat Hunger und ruft „süß“ weil ihm „Zucker“ als schnelle Energie bekannt ist. Daher wird um abzunehmen empfohlen, mehr Eiweiß zu essen und Kohlenhydrate zu reduzieren. Das Prinzip funktioniert, in vielen Fällen nur nicht dauerhaft ohne gesundheitliche Schäden.

Eiweiß aus tierischen Produkten wird aus TCM Sicht als Yang-Tonikum gesehen. Erhöhst du dieses stark, kann es im Körper zu Hitze-Prozessen (Entzündungen) führen. In letzter Zeit habe ich immer mehr Klientinnen, die mir nach einer „erfolgreichen“ low carb Diät berichten, unter Gelenkschmerzen, juckenden Hautausschlägen, innerer Unruhe, schlechtem Schlaf etc zu leiden. Eine zu hohe Eiweißzufuhr belastet langfristig Nieren und Leber. Leider sind auch ganz viel junge Frauen betroffen, das hat mich persönlich sehr schockiert. Diese Körper sind aus dem Gleichgewicht!

Um dem zu begegnen, empfiehlt es sich, mehr pflanzliches Eiweiß zu konsumieren und ausreichend Gemüse zum Eiweiß dazu zu essen, um für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu sorgen. Um Eiweiß zum Baustoff für die Zellen umbauen zu können (zu verbrennen), braucht es Kohlehydrate und Fette als Brennstoff. Zur Kühlung ist frisches Gemüse unumgänglich. Damit du dir besser vorstellen kannst, was du essen kannst, hier ein Blick auf den idealen Teller (für einen Mischtyp, lies HIER mehr über Stoffwechseltypen) in unserer stressigen, aber bewegungsarmen Zeit:

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Die Botschaft dahinter: wenn die Hälfte deines Tellers aus Gemüse besteht, kannst du auf die andere Hälfte mehr oder weniger packen was du willst. Da ist die Schlussfolgerung sich großteils von grünen Smoothies zu ernähren ja quasi aufgelegt! Warum aber auch das für viele Menschen nicht die Lösung aller Probleme bedeutet, das erzähle ich dir nächste Woche. Bleib dran! Wenn du meinen Blog noch nicht abonniert hast und nicht verpassen willst, wie die Geschichte weiter geht, dann hast du jetzt HIER die Möglichkeit, dich in meinen Verteiler einzutragen. Als Dankeschön für dein Interesse, schenke ich dir meinen Leitfaden: 10 SCHRITTE FÜR DEIN WOHLBEFINDEN inkl. TCM Nahrungsmittel-Liste als PDF.

Eine Vinaigrette ist eine kalte Sauce, eine Emulsion aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer. Die Zugabe von Senf oder Eigelb stabilisiert die Mischung, im Sinne einer Mayonnaise. Dünn flüssig angerührt eignet sie eine Vinaigrette als Salat-Dressing. Durch Zugabe eines hartgekochten Eis, dickst du die Sauce weiter ein und sie wird zur perfekten Begleitung deines zarten Frühlingsgemüses.

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Zutaten für 2 Portionen:

100 ml Olivenöl
30-50 ml hochwertiger Essig (unpasteurisiert)
1/4 TL Salz, Pfeffer
Senf
1 Schalotte
1 Bund frische Kräuter (Petersilie, Estragon, Schnittlauch, Basilikum, Kerbel, Minze, …)
500 g Bund Mangold oder Spargel oder 2 Artischocken
4-6 Kartoffeln

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Das Salz wird in  Essig aufgelöst, dann fügst du, je nach Säure deines Essigs, die doppelte bis dreifache Menge Öl hinzu und schlägst das Ganze zu einer cremigen Sauce. Die fein gehackten Kräuter verleihen der Vinaigrette ihr köstliches Aroma. Durch Zugabe von Kapern oder klein gehackten Essig-Gurken kannst du den Geschmack noch intensivieren (Salsa Verde). Die klassische Vinaigrette wird häufig mit fein gehackten Schalotten oder Knoblauch serviert, was mir persönlich nicht so gut schmeckt. Ich bin kein Freund von rohem Zwiebel oder Knoblauch. Das klein gehackte harte gekochte Ei wird zum Schluss vorsichtig unter die Sauce gemischt.

Ich habe heute den Senf weggelassen, es war ganz einfach keiner mehr da. Dafür habe ich eine Schalotte fein gehackt, diese kurz angeschwitzt und dann das Grüne vom Mangold zu gegeben und ein paar Minuten mitgedünstet, fein gehackt und ebenfalls unter die Sauce gemischt. Die Mangold Stängel habe ich 5-6 Minuten knackig über Dampf gedünstet und dann leicht gesalzen.

Diese feine Sauce hat soviel Variation-Potential, sie ist blitzschnell fertig und macht aus jedem gedünsteten Gemüse ein feines Menü! Vor ein paar Tagen gab es sie mit einer handvoll gedünstetem, gehacktem Spinat als Würze zu Artischocken die ich im Ganzen gekocht hatte. Als Beilage sind für mich Kartoffeln ein MUSS! Bon Appétit!

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Aus der Sicht der TCM:

Gemüse ist thermisch erfrischend, während Fleisch je nach Sorte sehr unterschiedlich eingestuft wird. Allgemein ist Fleisch ein Yang Nahrungsmittel, lässt du Fleisch weg, fehlt deinem Körper die Wärme und Kraft und du musst dir diese zB über Gewürze zufügen. Fleisch hat über das Eiweiß auch einen sehr nährenden Yin Aspekt. Den du ebenfalls kompensieren solltest, wenn du auf Fleisch verzichtest, in dem du dich mit Eiweiß-Kombinationen beschäftigst und meinen Blogbeitrag nächste Woche liest!

Olivenöl tonisiert das Yin und das Blut, hilft bei verminderter Zellbildung, nährt die Knochendichte, hilft bei Muskel- und Sehnenschwäche, unterstützt die Nerven, nährt das Gehirn, sorgt innerlich für schöne, gepflegte Haut und gegen spröde, trockenen Haut und Schuppen. Es beruhigt die Magenschleimhaut, hilft bei Gastritis und Aufstoßen und wirkt auf die Darmschleimhaut. Es löst Nässe/Feuchtigkeit auf und senkt erhöhte Cholesterinwerte, gilt als Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose und regt den Gallenfluss an.

Mangold tonisiert das Yin, nährt innerlich die Haut und Schleimhäute von Magen, Darm und Mund. Er eliminiert Hitze, stoppt Blutungen und nährt das Blut, hilft bei Blutmangel, Amenorrhö, Nervosität, Sehschwäche, brüchigen Haaren und trockener Haut.

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Natürlich vergorener, unpasteurisierter Essig bewegt das Blut, löst Stagnationen, entspannt bei Menstruationsschmerzen, wirkt gegen verstopfte Nase, bei Asthma, Krampfadern, Hämorrhoiden, Altersflecken, Durchblutungsstörungen, Gehörsturz, Schlafstörungen, Stress und Vergesslichkeit. Er eliminiert Hitze und Feuer, beruhigt den Magen, hilft bei Gastritis, Heißhunger auf Süßes, Mundgeruch, Karies, Sodbrennen, Zahnfleischentzündungen, Unruhe und Gereiztheit. Seine adstringierende Wirkung hilft bei Nasenbluten, Darmblutungen, Heiserkeit und Hustenreiz. Als fermentiertes Lebensmittel unterstützt er mit seinen guten Bakterien den Stoffwechsel, löst Verdauungsblockaden auf, mildert Blähungen und Durchfall.

Die Kartoffeln stärken deine Mitte und bauen Qi auf. Warum Kartoffeln in der Dojo-Zeit wichtig sind, liest du HIER bzw. gehe ich in der Mai Ausgabe meines Abos ganz detailliert auf die aktuelle Dojo Phase eine und erkläre dir mit welchen 4 Kräutern du am besten entgiftest.

Es handelt sich um eine Yin nährende, Blut aufbauende und dank der Kräuter auch Blut bewegende Sauce! Ein ideales Frühlingsgericht für Stress geplagte Menschen!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 5

  1. marlies Mai 6, 2017

    liebe pascale,
    jetzt bin ich neugierig geworden – du hast ja oben gemeint, dass die 2 fragen, die dir immer wieder gestellt werden sind, ob du eigentlich fleisch isst oder kaffee trinkst. die antwort zur zweiten frage ist dann aber ausgeblieben 😉 also – trinkst du denn kaffee? ich versuche den schon länger weglassen, wegen trockenheitssymptomen, habe es aber bis jetzt nicht geschafft..
    alles liebe und danke dir für deine immer wieder tollen beiträge!
    marlies

    • Pascale Neuens Mai 6, 2017

      Liebe Marlies, ich liebe aufmerksame Leserinnen wie dich!
      Danke für die Frage – ich werde sie offiziell in einem weiteren Beitrag beantworten, gute Idee!
      Ja ich trinke (auch) Kaffee. Wie gesagt, ich bin ja ein Genießer und begebe mich Tag für Tag auf den schmalen Grat zwischen Genuss und Wohlbefinden!
      Ich kann und will nicht auf alles was mir schmeckt verzichten, dann hätte ich ein bisschen das Gefühl „mein Leben zu vergeuden“.
      Daher ja auch mein entspannter Zugang zur TCM und meine immer neue Aufforderung an euch Leserinnen euch auf die Suche nach eurem persönlichen Grat zu machen!
      Das ist das was mich motiviert: MUT machen, statt verängstigen!
      Wenn du Kaffee liebst und nicht darauf verzichten willst, du aber das Gefühl hast er trocknet dich zu sehr aus, dann reduziere die Menge.
      Gönn ihn dir ab und zu und würdige dann den Moment!
      Ich trinke ihn meistens mit einem Schluck Kokosmilch. Wenn du kein Milchproblem hast, kann auch Sahne helfen zu befeuchten, also die trocknende Wirkung vom Kaffee aufzuheben…
      probier mal aus und ich freu mich wenn du mir berichtest…
      glg, Pascale

  2. marlies Juni 1, 2017

    liebe pascale, danke dir noch für deine ausführliche antwort!! ich finde deinen ansatz sehr schön, weil er nicht zu radikal ist, und mich das motiviert überhaupt erst anzufangen etwas zu ändern.
    interessant auch, dass du das mit der sahne im kaffee vorschlägst – das hab ich nämlich seit einiger zeit angefangen, weil ich das gefühl hatte, dass das irgendwie besser verträglich ist 🙂
    danke und alles liebe,
    marlies

  3. Liebe Pascale,

    dieses Rezept ist so herrlich!! Ich habe es mit grünem Spargel gemacht, meinem Freund hats auch sehr geschmeckt und wir hatten ein schönes, gemeinsames Abendessen. Das wird in mein Repertoire aufgenommen 🙂

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Pascale Neuens Juni 6, 2017

      Liebe Julia, vielen Dank für dieses nette Feedback und es freut mich sehr, dass du auch deinen Freund damit begeistern kannst! mach weiter so! glg Pascale

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