Haferflocken salzig mit Nuss-Crunch

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Zutaten für salzige Haferflocken mit Nuss-Crunch

Traditionell gibt es in China zum Frühstück keine warmen Porridges mit Kompott, man isst zum Beispiel geschmacklich neutrale Reissuppen begleitet von würzigen Baozi (Hefeteig-Fleischtaschen) und fermentiertem Gemüse. Vermutlich hat sich der süße, warme Brei bei uns als typisches TCM Frühstück so verbreitet, weil er den Marmeladebrot-Essern entgegen kommt. Ich habe schon öfters auf die Möglichkeit einer Suppe zum Frühstück hingewiesen, das Feedback ist aber etwas verhalten. Für die meisten Menschen ist die Suppe scheinbar schwer vereinbar mit dem Frühstück, woran auch immer das liegen mag. Falls du es ausprobieren magst, hier findest du die thailändische Reissuppe  und eine europäische Variante.

Falls Suppe keine Alternative darstellt und du deinem kalten Käse- oder Wurstbrot treu bleibst, habe ich heute vielleicht ein warmes Frühstück das du dir vorstellen kannst: salzige Haferflocken mit Spinat und statt der knusprigen Brotkruste gibt es  – damit du etwas zum Beissen hast – ein paar knackige Samen und frische Radieschen oder krosse rote Rüben Chips als Topping – oder von mir aus auch knusprig gebratene Speckstreifen  – die musst du aber frisch braten… Meine Kombination verlangt wenig Einsatz in der Früh und ist in ein paar Minuten zubereitet, wenn die Nüsse schon auf Vorrat geröstet wurden.

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Zutaten 2 Personen:
Für den Nuss-Samen-Crunch:
30 g gehackte Mandeln / Walnüsse
30 g Kürbiskerne
30 g Sonnenblumenkerne
30 g Leinsamen oder Hanfsamen
1/4 TL Meersalz

Für den Haferbrei:
1 Tasse Haferflocken, eventuell glutenfrei
Salz und Pfeffer
1 TL Olivenöl
1 Prise rote Pfefferbeeren
1 Prise Muskatnuss
2 Handvoll Spinatblätter (oder rote Rüben-, Radieschenblätter, …)
Zitronensaft und etwas geriebene Schale
eventuell etwas Schafmilch-Joghurt, Radieschen, rote Rüben-Chips …

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Der Nuss-Samen-Crunch lässt sich gut vorbereiten und in einem Schraubglas aufbewahren. Backofen auf 180° vorheizen. Die Samen und Nüsse vermischen und das Salz zugeben. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech leeren, gut verteilen und im Backrohr rösten bis die Samen zu duften anfangen und etwas Farbe annehmen. Vorsicht – das kann ab und zu von einem Moment auf den anderen passieren, im Prinzip dauert es circa 10 Minuten. Wer das Backrohr nicht vorheizen will, kann die Samen auch in der Pfanne rösten. Diese Menge reicht für mehrere Tage – du kannst damit genauso deine Suppen garnieren.

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Für die Haferflocken: 1 1/2 – 2 Tassen Wasser (je nach gewünschter Konsistenz des Breis) in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, eine Prise Salz zugeben und die Haferflocken einrühren, einmal aufkochen und ein paar Minuten bei niedriger Hitze quellen lassen. Die Konsistenz des Porridges hängt von der Art der Haferflocken ab, die fein blättrigen werden breiiger, während die dicken Flocken etwas körniger bleiben – das ist Geschmackssache.

Einen zweiten Topf erhitzen, den gewaschenen und verlesenen Spinat zufügen, eventuell 1-2 EL Wasser zum Dünsten zu geben, Temperatur zurückschalten und Spinat zusammenfallen lassen, vorsichtig umrühren. Salzen, mit Muskatnuss und Koriander oder Pfeffer sowie etwas Zitronensaft würzen.

Gib die Haferflocken in einen Teller, richte den Spinat daneben an und dekoriere mit den gerösteten Nüssen, roten Pfefferbeeren und 1 EL Olivenöl, sowie etwas Zitronenschale. Je nach Konstitution magst du vielleicht etwas Schafs-Joghurt oder Radieschen, Rettich dazu genießen.

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Aus der Sicht der TCM:

Kurz zu dem Bedürfnis „etwas zum Beissen haben“: dieses hängt mit der Leber Qi Stagnation zusammen und ist Ausdruck von Stress. Besonders gestresste Menschen (bewusst oder unbewusst) bekommen beim bloßen Gedanken an warme, weiche Breis bereits Aggressionen. Sie brauchen etwas Knackiges mit Biss. Stress kann man nur mit Ernährung schwer in den Griff bekommen, Bewegung, Entspannung, Massage und Akupunktur sind in dem Fall die bessere Wahl.

Die Leber Qi Stagnation kann jedoch aus einem Blutmangel heraus entstanden sein, in dem Fall ist dieses Gericht genau richtig da Spinat über das enthaltene Chlorophyll Blut aufbaut. Hafer ist das wärmste Getreide, für Menschen die tendenziell schwitzen und denen immer warm ist, also eher nicht das richtige Getreide. Der kühlende Spinat wirkt hier thermisch ausgleichend. Hafer ist Qi tonisierend, er ist das Aufbaugetreide in einer Rekonvaleszenzphase. Er stützt die Verdauung und die Abwehrkräfte, die Muskeln, Sehnen und die Nerven. Er beruhigt, wirkt bei Schlafstörungen, und Konzentrationsschwäche.

Nüsse und Samen enthalten genau wie Getreide die Kraft des Keimes, stützen das Qi (geben Kraft) und tonisieren das Yin (nähren Gehirn, Knochen und Nerven). Leinsamen wirken bei Verstopfung, vorausgesetzt man trinkt reichlich dazu. Sie helfen bei Gastritis, Darmschleimhautschädigungen und Zyklusschwankungen und Wechseljahrsbeschwerden.

Schafmilch ist wärmer als Kuhmilch und somit weniger verschleimend. Joghurt ist für fröstelnde Personen die oft verkühlt sind im Winter nicht das Mittel der Wahl um sich etwas zu Gutes zu tun. Hitzige Naturen können sich mit Joghurt erfrischen, speziell nach dem Sport kann ein Joghurt helfen die Säfte wieder aufzubauen.

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 2

  1. Paule Wolff März 9, 2016

    Hallo Pascale,
    dat klengt gudd. Kann en do déi normal Müsli-Haferflocken huelen oder musen se méi reng sin?
    LG
    Paule

    • Pascale Neuens März 9, 2016

      Moien Paule,

      jo ganz normal Haferflocken, vläicht éischter déi méi graff, well dei reng soss sou bréieg ginn…
      vill Spass beim ausprobéiren,

      lg, Pascale

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