Hollerlimonade – zuckerfreie Wanderbegleitung!

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sauer macht lustig!

Das heutige Rezept ist ein Muss für jeden der an einem Hollerbusch (Holunderstrauch) vorbei kommt. Die Limonade ist die ideale Wanderbegleitung an heißen Tagen und verschafft Linderung bei fiebrigen Infekten mit Halsschmerzen, Husten mit viel Schleim und Nasennebenhöhlenentzündungen. Zum Wandern kann auch ein klassischer Sirup mit Zucker angesetzt werden, als Durstlöscher und Erfrischungsgetränk empfehle ich diese zuckerfreie Variante mit Stevia-Pulver. Ich habe es im Bioladen bekommen. 

Die komplexen Moleküle, Steviolglykosiden, sind bis zu 300 mal so süß wie Zucker. Sie sind wasserlöslich und können ohne Einsatz von gesundheitlich bedenklichen Lösungsmitteln aus den Blättern der Pflanze gewonnen werden. Falls du eine Stevia-Pflanze im Garten hast (wächst auch bei uns), kannst du auch gerne einfach direkt die Blätter verwenden. Stevia hat nahezu keine Kalorien, liefert also keine Energie, beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und schont die Zähne.

Es wurden immer wieder gesundheitsschädigende Folgen von Stevia diskutiert. Diese scheinen jedoch auf den Widerstand der Süßstoff-Industrie zurückzuführen zu sein scheinen. Bei den bisher veröffentlichten Studien gab es, bei normaler Dosierung, keinen Hinweis auf Nebenwirkungen. Bei hoher Dosierung ist eine Auswirkung auf Blutzucker senkende und Harn treibende Medikamenten nicht ganz auszuschließen.

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Für 2 Liter Limonade:
40 Blüten
2 l Wasser
3-4 unbehandelte Zitronen
1-2 TL Stevia-Pulver

Hollerblüten trocken ausschütteln.

Die Zitronen in Scheiben schneiden. Mit den weiteren Zutaten in ein großes Glas oder anderes verschließbares Gefäß füllen.

4-5 Tage abgedeckt im Kühlschrank stehen lassen. Der Geschmack der Blüten und Zitronen geht ins Wasser über. 1x am Tag alles gut durchrühren.

Anschließend durch ein sauberes Geschirrtuch in einen Topf abseihen und mit Hilfe eines Trichters in saubere Flaschen abfüllen. Die Limonade hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.  

Vorsicht: keine lange Haltbarkeit wie bei stark zuckerhältigen Sirups gegeben!

*Das Rezept entstammt aus der Juni Ausgabe meines TCM Abos

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Aus der Sicht der TCM:

Holunderblüten sind kühl, leicht scharf, süß und bitter und wirken auf Lunge, Niere und Blase. Sie leiten Schleim und Feuchtigkeit aus, klären Leere-Hitze, feuchte Hitze in der Lungen und Blase, wirken Feuchtigkeits-Stagnationen entgegen, lindern Brechreiz und lösen Wasseransammlungen auf.

Zitrone ist thermisch kühl, sie hat einen Bezug zur Leber, Lunge, Magen, Gedärme, Gallenblase, Milz und Niere. Sie tonisiert das Yin, wirkt Bluthochdruck, Durst, Säftemangel, Trockenheit, Nervosität, Unruhe und Muskelkrämpfen entgegen. Sie leitet Hitze, Toxine, Wind-Hitze und Sommerhitze aus und ist hilfreich bei Sonnenstich, Sommergrippe und Durchfall.

Diese Eigenschaften erklären warum Hollersirup (in Kombi mit viel thermisch kaltem Zucker) im Winter aus Sicht der TCM kein ideales Getränk darstellt, außer vielleicht zur Erfrischung nach schweißtreibendem Sport!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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