Ratatouille Cobbler – mehr als eine Grill Beilage

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Geht es dir auch so, dass du kurz vorm Urlaub einfach nicht weißt wie du noch alles unterbringen sollst? Letzte Schulwoche, beide Kinder wechseln noch dazu in eine neue Schule, ein Abschiedsfest jagt das andere und dann geht´s am Sonntag ab in de Urlaub… Da kann Frau, ganz abgesehen von den derzeitigen Temperaturen hier in Wien, schon mal ins Schwitzen kommen.

Vorgestern am Höhepunkt der Hitzewelle, hatte der liebenswürdige Winterfreak an meiner Seite, die durchaus romantische Idee, fürs zauberhafte Knistern im Winter zu sorgen. Er hat ja Recht, was gibt es Schöneres als ein wärmendes Kaminfeuer im Winter? Dass es galt, diesen liebevollen Gedanken am heißesten Tag des Jahres umzusetzen, das konnte er bei der Bestellung ja nicht ahnen. Außerdem traf es ja auch die auf der Strasse Stehenden und Scheite beim Kellerloch Einwerfenden härter, als den kühnen, im kühlen Keller stapelnden Besteller-Helden himself …

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Um diesem schönen Familienunterfangen einen krönenden Abschluss aufzusetzen, hatte ich Mittags in der 32° heißen Küche einen Riesentopf Ratatouille zubereitet. Ich liebe Ratatouille, ein Allrounder der im Sommer nicht nur köstlich schmeckt und die Säfte auffüllt, nein, er lässt sich auch zu fast allem genial gut kombinieren: ob Fisch, Lammkotelettes, gegrillte Pilze oder typisch französisch einfach nur mit Baguette oder Panisse. Panisse ist eine Polenta ähnliche Masse die aus Kichererbsenmehl hergestellt, in Wurstform eingekühlt wird und dann in Scheiben geschnitten, heraus gebraten wird und hervorragend zu Ratatouille schmeckt.

Da diese Zubereitung ein bisschen Zeit verlangt, selbst wenn die Ratatouille fertig ist, habe ich heute spontan überlegt wie ich die Reste geschickt verwerten kann und dabei mit meiner Zeit gut haushalte. Heraus kam diese feine Zubereitungsform aus dem Backrohr. Statt am Herd zu stehen und die Kichererbsenscheiben zu braten, bäckt sich der Cobbler im Rohr von alleine. Cobbler ist eine Art verkehrt herum gebackene Tarte. Unter Einbusse der Raffinesse sparen uns die Briten mit dieser Umkehrung der französischen Eleganz einiges an Aufwand. Danke für die Idee! Dazu gab es einen frischen Blattsalat mit viel Basilikum.

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Ratatouille – Cobbler

(4-6 Portionen)
1-2 Melanzani (Auberginen)
3-4 Tomaten
1 EL Tomatenmark oder 250 g Dosentomaten
2 kleine Zucchini
1 Zwiebel
4 EL Olivenöl
3 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer

Für den Deckel: (dieser ist kein MUSS!)
100 g Kichererbsenmehl
50 g Mandelmehl
2 TL Backpulver
2 Eier
1 EL Thymianblättchen oder fein gehackte Rosmarinnadeln
1 TL Salz
2 EL Olivenöl

1 Handvoll Basilikumblätter und eine Portion Blattsalat zum Anrichten

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Zwiebel fein hacken, Melanzani und Zucchini kleinschneiden. Die Tomaten überbrühen und schälen (hab ich gestern aus Zeitgründen ausfallen lassen) und kleinschneiden. Die klein gehackte Zwiebel in 2 EL Olivenöl glasig dünsten, restliches Gemüse zufügen, nochmal etwas Olivenöl nach geben, salzen, pfeffern und mit Thymian und Lorbeerblätter abschmecken. Auf kleiner Flamme ca 45 Minuten köcheln.

Ich bereite gerne die doppelte Menge in einem 10 Liter Topf zu. Das Volumen des Gemüse schrumpft durch das Kochen auf circa die Hälfte. Diese große Menge verwende ich für Grillparties, oder ich fülle einen Teil der Ratatouille kochend heiß in Gläser ab und habe einen super Vorrat, der sich auch gut zu einer feinen Suppe weiter verarbeiten lässt.

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Für den Deckel:
Backrohr auf 180 vorheizen.

Kichererbsen-, Mandelmehl, Kräuter, Salz und Backpulver gleichmäßig und klümpchenfrei durchmischen. Eigelb und Öl zugeben und zu einem dickflüssigen Teig verrühren, eventuell 2-3 EL Wasser zugeben, wenn der Teig zu fest ist. Eiweiß zu festem Schnee schlagen und unterheben.

Ratatouille-Menge in eine ofenfeste Form geben. Ich verwende meinen geliebten gusseisernen Topf! Die Teigmasse löffelweise darauf anrichten. Cobbler 25 Minuten backen, bis der Deckel goldbraun und fest ist. Mit Salat und frischem Basilikum ein herrliches Mittagessen an heißen Tagen!

Schau HIER hinein in die JULI-AUSGABE meiner TCM Begleitung mit weiteren (fleischlosen) Grill-Ideen! 

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Aus der Sicht der TCM:

Melanzanis/Auberginen sind kühl, süß und bitter, sie kühlen das Blut und eliminieren Hitze. Sie können bei Blutungen, Blut im Harn, bei rot juckenden Hauterkrankungen und -geschwüren, sowie bei Aphten und Mundgeschwüren wirken. Bei Hitze bedingten Blutbeimengungen im Stuhl, Hämorrhoiden und Verstopfung können Melanzani-Speisen Linderung bringen. Ihre kühlende und Saft spendende Eigenschaft wirkt sich positiv bei trockenem, fiebrigem Husten aus.
Melanzanis bewegen das Blut und können bei Schmerzen durch Blutstagnation, Zysten und Myomen im Unterleib, sowie Regelschmerzen hilfreich sein.

Lorbeer unterstützt die bewegende Eigenschaft der Melanzani, wärmt das Innere, wirkt beruhigend auf den Geist und den Verdauungstrakt. Thymian wirkt der Schleimbildung entgegen.  Basilikum wärmt das Herz und beruhigt den Geist. Sein leicht bitterer Geschmack wirkt mild bei Leber Qi Stagnation und kann gegen depressive Verstimmungen, Benommenheit, bei Kälte und Schwächegefühl, Völlegefühl und Übelkeit helfen.

Ein perfektes, leichtes und aromatisches Sommergericht: Zucchini und Tomaten bauen Säfte auf und erfrischen. Die gekochte Zubereitung verhindert, dass das Verdauungsfeuer zu stark abgekühlt wird. Zucchini sind besonders empfehlenswert bei Magenfeuer, welches sich in Heißhungerattacken, starkem Durstgefühl und Mundgeruch bemerkbar machen kann.

Tomaten wirken bei leerer Hitze auf Grund eines Yinmangels, dies kann einhergehen mit Bluthochdruck, Hypertonie, Augenrötungen, Kopfschmerzen, Nervosität, trockener Verstopfung und Nahrungsretention. Roh eingesetzt kühlt die Tomate Hitze besonders gut, was sich aber auch auf das Verdauungsfeuer auswirkt.

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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