Rote Sauce ohne Tomaten, Histamin frei!

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Ich war gerade bei einer intensiven Weiterbildung auf Mallorca und muss es nun einfach hinausschreien: Ich hab mein persönliches Rätsel meiner Unverträglichkeiten aufgedeckt! Ich sage nicht, dass sie nun alle verschwunden sind, aber ich bin endlich der Ursache auf den Grund gegangen und habe zum ersten Mal das Gefühl, keine weiteren Fragen in mir zu diesem umfassenden Thema zu haben. Mir ist nun alles klar! Wieso es dazu kam, wann es begann, warum es so kam, …. UND ich weiß nun ganz genau was ich persönlich für mich in Zukunft zu tun habe! Das ist einfach ein Spitzen-Gefühl!

Ich weiß nun noch viel mehr als vorher warum ich diesen Blog schreibe! Habe ich bis jetzt vor allem geschrieben, weil ich auf der Suche nach den Ursachen meiner Unverträglichkeiten war, schreibe ich nun um dich dabei zu unterstützen dich mit deiner Verdauung zu versöhnen. Im Laufe dieser magischen Tage ist mir bewusst geworden, was ich alles nicht verdaut hatte und habe innerlich aufgeräumt. In mir herrscht völlige Klarheit darüber wer ich bin und was ich will. Und ich schwöre dir, noch vor 2 Jahren hätte ich das nicht für möglich gehalten. Ich dachte immer ich bin viel zu konfus um zu wissen was ich will. Vielleicht kannst du unter diesem Aspekt meine Freude teilen, statt dir zu denken: Was ist denn nun mit ihr los, ist sie jetzt plötzlich durchgeknallt? Ich bin aufgeregt wie ein kleines Kind und kann es jetzt kaum erwarten noch mehr Menschen auf ihrer Suche nach dem richtigen Essen zu begleiten.

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Jetzt denkst du dir vermutlich: Her mit der Wunderpille! Bitte! Sofort! Und da muss ich dich nun vielleicht ein kleines bisschen enttäuschen. Das Geheimnis warum ich das Rätsel für mich gelöst habe, sind mein Mut und meine Entschlossenheit. Ich bin dran geblieben und habe nicht aufgegeben. Was ich nun für dich tun kann? Ich möchte dich genau dabei unterstützen: Wenn du bereit dazu bist und deine Ernährung wirklich in den Griff den bekommen möchtest, dann nehme ich dich beim DRANBLEIBEN und SPASS DRAN HABEN an die Hand und zeige dir die Abkürzungen auf diesem Weg. Das fällt mir leicht, das habe ich geübt! Und gemeinsam sind wir stark!

Vergangene Woche hatte ich dir über Hitze-Kälte-Typen und ihre Gewichtsprobleme gesprochen.
Was kannst du nun ganz konkret machen um dieser Thematik zu begegnen? Heute gebe ich dir meine 5 hilfreichsten Ernährungs-Tipps mit sofortiger Wirkung:

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1. Verzichte auf Zuckerschübe im großen Stil – auch in Form von Fruchtsäften zwischen den Mahlzeiten! Diese schnellen Kohlenhydrate treiben deinen Blutzucker in die Höhe. Jede Zuckeraufnahme verlangt zum Abbau nach einer Insulinausschüttung. Insulin verhindert jedoch den Fettabbau im Körper! Ist du Fett und Zucker gemeinsam (Fastfood, Pizza, Nuss-Kipferl, Schoko-Croissant, …) verhindert das Insulin, dass das Fett vom Stoffwechsel verarbeitet werden kann und das Fett wandert direkt in die Depots. Eine lose-lose Situation so zu sagen! Der Körper gerät – abgesehen vom äußeren Stress – auch innerlich unter Stress!

2. Mach Pausen zwischen deinen Mahlzeiten und trinke Wasser! Dieser Punkt hängt direkt mit Punkt 1. zusammen. Wenn du dich durch den Tag snackst bzw gesüßte Getränke zu dir nimmst, zirkuliert in deinem Körper ständig Insulin und es ist ihm einfach nicht möglich Fett zu verbrennen!

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3. Iss ausreichend gute Fettsäuren und verzichte auf Transfette!
Unsere Zellwände bestehen aus Fettsäuren und unsere Gehirn besteht zu über 60% aus Fett. Um Reparaturen an den Zellwänden vornehmen zu können braucht der Körper Fettsäuren. Gibst du ihm hochwertige und gute Fette, werden diese eingesetzt. Bekommt dein Körper statt dessen gehärtete Fette und stellt sich das Fett aus dem gegessenen Zucker her, muss er damit weiterarbeiten. Deine Zellwände werden härter und starrer. Geschmeidigkeit und Flexibilität bleiben auf der Strecke – ein typischer Alterungsprozess und du entscheidest wann er einsetzt!
Verwende für die kalte Küche: kaltgepresstes Leinöl, Walnussöl, Hanföl, Olivenöl und zum Braten: Olivenöl, natürliches Kokosöl, Ghee (Butterschmalz)

4. Iss nährstoffreich und folglich weniger!
Fastfood hat keine gute Nährstoffdichte!Auch Obst und Gemüse haben leider heut zu Tage durch die Auslaugung der Böden eine schlechtere Nährstoffdichte als noch vor 50 Jahren. Hinzukommt, dass wir durch unsere Bewegung generell weniger Essen aufnehmen als früher. Folglich doppelt schwer an die ausreichende Menge Nährstoffe rankommen. Wenn dein Körper also ständig mit Hunger reagiert, prüfe ob du ausreichend gute Kohlenhydrate, Proteine, Fette und grünes Gemüse am Speiseplan hast!

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5. Reduziere Stress!
Und wenn es nicht möglich ist weniger zu arbeiten – was ich gut verstehen kann – und nur schwer möglich ist mehr Bewegung zu machen – auch das nicht so leicht – dann versuche es doch mal mit einer Bewusstseinsübung die dich nur ganz wenig Zeit kostet: Lege dir ein Dankbarkeits-Tagebuch an und schreibe dir jeden Tag auf, worüber du dich freust, was dir gut gelungen ist und wofür du einfach dankbar bist. Das lenkt ab von allem was nicht rund läuft, was du noch nicht geschafft hast, wo du nicht so perfekt bist etc… Das Schöne: es dauert wirklich nur 5 Minuten pro Tag – das Schwierige: du musst daraus erst eine Gewohnheit machen … also am besten du überlegst dir einen fixen Moment am Tag wo du diese Übung durchführst. Vorm Frühstück oder nach dem Zähneputzen? Wichtig ist nur es über einen ausreichend langen Zeitraum durchgehend nieder zuschreiben!

Pasta ist so ein wunderbares Fastfood, das wir alle lieben und auf das es uns schwer fällt zu verzichten. Auch glutenfreie Pasta besteht überwiegend aus Stärke und ist für mein angeschlagenes System schwer verdaubar. Nach einem Teller Pasta oder Risotto am Abend, schlafe ich schlecht ein und wache nachts mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwitzt auf. Daher stelle ich dir heute ein absolut aufbauendes Pasta-Ersatz-Gericht vor. Wenn du die Kapern weglässt, ist sie histaminarm. Bei innerer Hitze ist der Körper in Entzündungsbereitschaft. In diesem Umfeld ist histaminreiche Ernährung das berühmte Öl aufs Feuer. Es ist äußerst hilfreich und „kühlend“ eine Weile histamin reduziert zu essen. Diese Sauce entstand auf der Suche nach Ersatz für Tomatensauce bei Histamin-Intoleranz (http://www.southerninlaw.com/2016/02/ultimate-nomato-sauce-recipe-tomato-free-tomato-sauce.html). Mit den Sonnenblumenkernen kommt in meiner Version auch noch eine „Thunfisch-Note“ ins Spiel:

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Nomatoe Sauce:

4 Portionen:
6 große Karotten
1-2 rote Rübe (vorgekocht)
2 Schalotten oder 2 Zehen Knoblauch
3 Stangen Staudensellerie
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
1,5 Tassen Wasser
75 g Sonnenblumenkerne
3 EL Olivenöl
1 EL Salz
etwas Zitronensaft
eventuell 1 Gläschen Kapern (bei Histamin-Unverträglichkeit weglassen)

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Karotten und Stangensellerie putzen und fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten anschwitzen, Stangensellerie, Karotten und Kräuter hinzugeben. Circa 10 – 15 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze dünsten. Wenn das Gemüse anfängt Farbe anzunehmen, Wasser zugeben und weich dünsten.

Die rote Rübe kann auch roh hinzu gegeben werde, dann dauert das Ganze aber etwas länger als mit Karotten. Wenn eine vorgekochte rote Rübe verwendet wird, diese nach circa einer halben Stunde geschält und gewürfelt zum Gemüse zugeben.

Sonnenblumenkerne mit kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen und abgießen. Die Lorbeerblätter aus der Sauce entfernen. Sauce grob pürieren (ich mag es wenn noch Stückchen drin sind, aber das ist Geschmackssache). Sonnenblumenkerne hinzugeben und nochmals kurz „anpürieren“. Kapern zufügen. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.

Ich verwende diese Sauce gerne abends mit Zucchini-Noodles die sich blitzschnell mit meinem Spiralschneider HIER zubereiten lassen laut DIESEM Zucchini Rezept zubereiten lassen. Oder heize das Backrohr vor, halbiere grünen Spargel, gebe ihn aufs Backblech, etwas Olivenöl und Meersalz darüber und ab ins Rohr für 20 Minuten! Dazu die rote Sauce…. ein Traum, der dich keine Nudel vermissen lässt, außer wenn du ein Kohlenhydrat-Typ bist, dann bekommst du vermutlich bald wieder Hunger … dann ist dieses Gericht eher eine Vorspeise für dich oder du ergänzt es zum Beispiel mit Kartoffel-Rösti die du auch mit dem Spiralschneider schnell zaubern kannst.

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Ob die Farbe der Sauce der von Tomatensauce ähnelt, hängt vom Verhältnis Karotte zu rote Rüben ab.

Aus der Sicht der TCM:

Es handelt sich um eine Mitte stärkende Sauce aus Wurzelgemüse deren Bekömmlichkeit durch die Kräuter gesteigert wird. Durch den Verzicht auf Nudel ist es ein leichtes Sommer-Rezept das ideal deine Säfte aufbaut!

Die rote Rübe tonisiert das Blut, sie sorgt für ausreichend Leber- und Herzblut und lässt geistig Ruhe einkehren, hilft bei Nervosität und Anämie. Sie reguliert den Stuhlgang und hilft die Darmperistaltik anzuregen, sie tonisiert das Qi der Verdauung. Die Kapern unterstützen dass das Blut bewahrt wird.

Aus der Sicht der TCM stärken Karotten das Qi – vor allem das Qi der Mitte. Karotten helfen bei Verdauungsstörungen, bei Blähungen und schwachem Bindegewebe. Sie stärken die Abwehrkräfte bei Infekt-Anfälligkeit oder Immunschwäche. Karotten sind gut für die Augen, sie unterstützen bei Nachtblindheit, klären die Sicht, helfen bei trocknen Augen und trockener Haut. Sie unterstützen die Milchbildung in der Stillzeit.

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentar 1

  1. Astrid Schlitz Juni 3, 2017

    Liebe Pascale,
    möchte gerne beim Webinare dabei sein, bin aber nicht auf FB.
    Deine Rezepte und Erklärungen nach der TCM dazu finde ich großartig und die Hitze/Kälte Thematik ist genau meins. Danke!
    Liebe Grüße
    Astrid

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