Schlaftrunk – Entspannung aus der Tasse

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Beruhigende Blütentees

Schlafen – zur Ruhe kommen – diese angenehme alltägliche „Beschäftigung“ermöglicht unserem Stoffwechsel seine Arbeit als „Müllentsorger“ aufzunehmen und alles aufzuräumen was in unserm Körper liegen geblieben ist. Guter Schlaf ist wesentlich für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Wenn das Einschlafen durch nervliche Belastung zum Problem wird und man nicht zur Ruhe kommt, man sich leicht in Dinge hineinsteigert, die dann „herumgeistern“ und einen um den gesunden Schlaf bringen ist Bildschirmarbeit zu später Stunde nicht förderlich um den Schlaf einzuleiten. Chinesisch gesprochen schädigt das Flimmern unser Yin – jenen Teil in uns der für Ruhe zuständig ist.

Stattdessen sorgt ein leichtes, bekömmliches und nicht zu spät eingenommenes Essen, eine entspannte Atmosphäre mit Plauderei bei Kerzenlicht, die Lektüre eines guten Buches, ein wohltuendes Entspannungsbad und der Genuss eines Schlaftrunks 30 Minuten vorm Zubettgehen für optimale Bedingungen zur nächtlichen Erholung.

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Klassische Teemischungen bestehen aus beruhigenden Blüten (Rosen-, Ringel-, Orangen-, Lavendelblüten), absenkenden, bitteren Kräutern (Baldrian, Hopfen) und aromatischen Kräutern (Melisse). Spannend finde ich den Versuch die Entspannung direkt aus der Gewürzlade einzuleiten und die berühmte Milch mit Honig zu erweitern bzw. zu adaptieren. Wie funktioniert Omas Hausmittel?

Hierzu liefert das Internet folgende Info: Je höher der Serotoninspiegel, desto ruhiger und entspannter ist man und desto leichter gelingt das Einschlafen. Den Grundstoff für die Serotoninherstellung (Tryptophan) liefert das Milcheiweiß. Es handelt sich um eine essentielle Aminosäure die von unserem Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Mittels Zucker aus dem Honig passiert Tryptophan die Blut-Hirn-Schranke um dann in Serotonin umgewandelt zu werden. Da ich meinen Kindern aber statt Kuhmilch immer Reismilch gegeben habe – mit der der Spuk auch bestens funktioniert hat, obschon die Reismilch genau 0,1% Eiweiß enthält, handelt es sich vielleicht doch schlichtweg um den Placebo Effekt, des mollig warmen Bauchgefühls…

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Schlaftrunk aus der Gewürzlade:
100 ml Reismilch (lauwarm) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, eine kleine Prise Safran hinzufügen und etwas von einer Muskatnuss ab rubbeln. 1/2 TL Honig und fertig ist die „potion magique“. Schmecken tut´s herrlich, ob´s wirkt…bestimmst du letztendlich immer selbst!

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Aus der Sicht der TCM:
Die Muskatnuss wirkt wärmend und zusammenziehend, sie kann bei Kälte-Durchfall angewendet werden. Sie wärmt unsere Verdauung und ist hilfreich bei Blähungen und Koliken – sie wirkt auf die glatte Muskulatur und entkrampft, wirkt Qi Stagnation entgegen. Aus diesem Grund ist sie ein Muss bei schwer verdaulichen und Feuchtigkeit produzierenden Speisen wie zB Kartoffelbrei, Béchamelsauce etc. Wenn Hitzesymptome bestehen, wie Nachtschweiß und starke innere Unruhe ist Muskatnuss nicht das Mittel der Wahl – da sie zu scharf-heiß wirkt und zusätzlich Hitze macht.
Vorsicht: in grösseren Mengen genossen wirkt sie toxisch (Nervengift).

Safran beruhigt den Herz-Geist Shen, er tonisiert das Blut und wirkt leerer Hitze auf Grund von Yin-Mangel entgegen (das wäre der Nachtschweiss wenn wir nervlich überlastet sind). Safran ist ebenfalls hilfreich bei Rheuma und Nervenschmerzen, hier wirkt er der Stagnation entgegen, da er Qi bewegt.

Der Schlaftrunk ist nicht für kleinere Kinder gedacht, bei ihnen wirkt heißes Wasser mit Reismilch und etwas Honig meiner Erfahrung nach auch bestens!

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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