Wurzelgemüse mit schneller Sauce – Entschlackung die schmeckt und sättigt!

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Schwarzwurzeln hatten meine Eltern im Garten und es gab sie öfters im Winter, da sie sich, in Erde eingegraben, gut lagern lassen. Jetzt habe ich sie eigentlich viele Jahre aus den Augen verloren und plötzlich sehe ich sie wieder überall. War ich blind oder feiern sie gerade ihr Comeback? 

Was ich nicht wusste, ist dass sie so heftig klebrig sind, dass sie mir meinen Topf etwas vers… haben, aber ich bereue es nicht sie gekocht zu haben. Ich empfehle dir aber, die Wurzeln unbedingt unter fließend kaltem Wasser zu schälen (eventuell Handschuhe zu tragen) und sie vielleicht nicht unbedingt in deinem allerliebsten und schönsten Topf zu kochen, da es schon ein paar Waschgänge dauern kann bis die klebrigen Spuren wieder verschwunden sind…

Bevor du dich jetzt gar nicht an dieses köstliche Gemüse herantraust, habe ich mal schnell gegoogelt: mit Speiseöl lassen sich die Klebespuren angeblich nachträglich entfernen. Das habe ich aber jetzt noch nicht ausprobiert, nachdem mein Topf jetzt wieder sauber ist…

Bei meiner Mama gab es die Schwarzwurzeln immer in Béchamelsauce mit Kartoffelpürée und einem hart gekochten Ei dazu. Ein ausgewogenes vegetarisches Gericht der 70 er und 80 er, so zu sagen, schlecht bekommt es, wer mit Gluten und Milch ein Problem hat… Das hart gekochte Ei passt aber auch gut zu meinem heutigen Rezept, obschon Eiweiß bereits über die Sesamsauce eingebaut ist. Da mein geliebter Spargel (der ähnlich entschlackend wirkt wie Schwarzwurzeln) noch auf sich warten lässt, zeige ich dir, wie du ihn zur jetzigen Jahreszeit wunderbar ersetzen kannst.

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Schwarzwurzeln in grüner Tahinsauce (4 Personen):

1 kg Schwarzwurzeln
1 Bund Petersilie
20 g Butter oder Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
1 l klare Gemüsesuppe
100 g – 200 g Tahin (Sesampaste)

Petersilienblätter von den Stängeln zupfen.

Zitrone auspressen und den Saft mit der klaren Gemüsesuppe in einen Topf geben. Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser schälen und anschließend gleich in den vorbereiteten Topf geben. Der Zitronensaft verhindert, dass sich die Wurzeln schwarz verfärben. Lange Wurzeln je nach Topfgröße, eventuell halbieren. Den Topf mit dem Sud, den Wurzeln und der Butter/dem Öl zum Kochen bringen, Petersilienstängel dazugeben und 20-25 Minuten köcheln.

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Die Petersilienblätter 30 Sekunden in heißem Wasser blanchieren (dadurch lassen sich die Blätter leichter pürieren). Tahin in einen Mixbehälter geben. Die Konsistenz der mir bekannten Sesampasten ist sehr unterschiedlich, handelt es sich um eine sehr feste, so reichen 100 g, ich hatte aber auch schon eher flüssigere Tahins, in dem Fall würde ich eher 200 g verwenden…
Petersiliengrün zu fügen und pürieren. Soviel von der Schwarzwurzel Garflüssigkeit zugeben und mit pürieren bis eine dickflüssige, cremige Sauce entsteht. Die benötigte Flüssigkeitsmenge ist abhängig von der ursprünglichen Konsistenz des Tahins.

Die Schwarzwurzeln mit einem Schaumlöffel aus dem Sud heben und auf Tellern anrichten und mit der Sauce dekorieren. Dazu passen Polentaschnitten, Kartoffelpürée oder schwarze Linsen!
Bleibt dir etwas übrig, kannst du die Reste mit dem Sud pürieren, aufwärmen und die restliche Sauce dann untermischen, so hast du ein cremiges Süppchen fürs Abendmahl. Etwas geriebene Orangenschale verleiht der Suppe Besonderheit!

Die Sauce eignet sich auch gut zu jeder Art von Ofengemüse oder gedünstetem Gemüse!

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Aus der Sicht der TCM:

In der TCM werden Schwarzwurzeln auf Grund ihrer schleimigen Konsistenz empfohlen. Wie in der Homöopathie behandelt man mitunter gleiches mit gleichem: also um Schleim/Feuchtigkeit ausleiten verwendet man Zutaten mit einer schleimigen Konsistenz. Um Schleim/Feuchtigkeit ausleiten, darum geht es ja in der so eben begonnenen Fastenzeit, auch wenn es diese so in der TCM gar nicht gibt. Stattdessen gibt es in der TCM 4x jährlich eine Zeit die sich Dojo nennt. Es handelt sich dabei um die Übergangszeit zwischen 2 Jahreszeiten. Da die Jahreszeiten laut den 5 Elementen um eine halbe Jahreszeit vor versetzt sind, als in unserem Kalender lauten die Perioden wie folgt: 27.1 und 14.2, 26.4 und 15.05, 28.7 und 16.8, sowie 29.10 und 16.11.

In diesen Phasen sollte man besonders auf seine Mitte achten, sie mit bekömmlichen Suppen füttern und eventuell eine Kuzu Kur machen, wenn man unter Trockenheit leidet, bzw auf Fleisch und üppige Mahlzeiten verzichten wenn man Polster los werden will. Vor wenigen Tagen bekam ich ein Mail von einem Leser der wissen wollte, warum die Winter-Frühjahrs-Dojo-Zeit kaum Beachtung findet. Ich gestehe: eine lupenreine Erklärung dazu kann ich nicht liefern. Statt dessen versuche ich es mit dem was mir logisch scheint: Die Dojo-Zeiten werden effizient eingesetzt um den Körper zu entlasten und auf die folgende Jahreszeit vorzubereiten. Die Dojo-Zeit zwischen Winter und Frühling fällt auf Grund der Jahreszeiten Verschiebung in unseren Breiten in eine Phase wo es noch  recht winterlich zugeht. Ende Jänner ist mir persönlich noch nicht wirklich nach Ballast abwerfen. Dieses Gefühl habe ich meistens erst irgendwann nach den Semesterferien, wenn ich in der Regel auch zum ersten mal wieder gegen 6.00 Uhr die Vögel zwitschern höre, da beginnt dann so langsam das Frühjahr.

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Aus Sicht der TCM fährt man am besten mit dem bitter-kühlen Geschmack der Frühlingskräuter und Sprossen gegen den Winterspeck (an gegessen durch zuviel Fleisch, Süßes und Nahrhaftes) auf. Auch das scheint mir ein plausibler Grund die Hauptzeit zum ernährungsbasierten Entschlacken auf Ende April – Anfang Mai zu vertagen, wenn diese Kräuter und Gemüsesorten wie Spargeln in unserer Gegend wieder wachsen. So gesehen würde ich die Dojo-Zeit zwischen Frühjahr und Sommer und die zwischen Herbst und Winter ernster nehmen als die zwischen Winter und Frühling bzw Sommer und Herbst. Strenges Fasten hingegen kommt in der TCM nicht vor, da man durch das „gar nichts zu sich nehmen“ seine Mitte mehr schwächt, als man ihr Gutes tut.

Fasten als Sieg der Hoffnung über die Vernunft? Essenssünden eines Winters in kurzer Zeit bereinigen, klingt verlockend und lässt sich wunderbar vermarkten. Wenn du dich jedoch überflüssiger Kilos dauerhaft entledigen möchtest, kommst du meiner Meinung nach nicht um eine Ernährungs- und Lebensstiländerung herum.
Ein paar Gedanken von mir zum Fasten aus der Sicht der TCM:

Ich plane ein Entschlackungswochenende am 17.-19.3 über meine neue Facebook Gruppe besser essen . fitter fühlen durchzuführen und darauf aufbauend eine gecoachte, 4 wöchige Ernährungsumstellung bis Ostern oder darüber hinaus. Wenn für dich das Thema Ernährung ganz oben steht und du bereit bist Brot gegen Gemüse einzutauschen um fit und frisch in die neue Bikinisaison zu starten, dann schicke mir bitte eine Nachricht! Da ich dieses 4 wöchige Programm betreuungsintensiver plane, als meinen 30 Tages Kurs, arbeite ich nur mit 5 Personen – die Teilnahme ist gegrenzt! Bitte melde dich rasch, damit wir uns abstimmen können!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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