Weihnachtsmenü – plus Geschenk in letzter Minute

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verspeist am 24.12.14…

Na….? Alles schon unter Dach und Fach für den großen Abend oder auch so spät dran wie ich? Vielleicht liefere ich ja noch etwas an Inspiration. Ich probiere das ganze Jahr liebend gerne Dinge aus, aber Weihnachten gehe ich es in Bezug aufs Essen meistens klassisch an. Das liegt zum einen sicherlich an der Familie – jeder sollte glücklich sein – aber zum anderen wohl auch daran, dass an Weihnachten sehr stark die eignen Kindheitserinnerungen aufflackern und da wird dann eher französisch als chinesisch gekocht! Was steht nun also am Menü?

Ich hoffe, liebste Schwester, du verzeihst und kommst zu Besuch obschon der knusprige Weihnachtsbaum (siehe oben) wieder geplant ist… Er war es nämlich der letztes Jahr etwas Arbeit gemacht und viel Zeit in Anspruch genommen hat – aber die Kinder bestehen darauf! Gefüllt wird er mit Prosciutto und Champignons – letztere sind dann auch die Hauptakteure des nächsten Gangs: Champignon-Cappucino, im Glas serviert mit Sahne-Muskatnuss-Schaum.

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alle helfen mit …

Menüs komponieren ist eines meiner liebsten Hobbys und bei der Zusammenstellung, achte ich stets auf eine harmonische Abfolge der einzelnen Gänge. Beim Essen ist es wie beim Hören guter Musik: wenn die Übergänge verhunzt sind, ist die Harmonie im Eimer und die Qualität des Menüs verliert. Es muss einfach alles bis ins letzte Detail passen, da bin ich schon mal etwas unentspannt! Es geht weiter mit zart gebratenen Jakobsmuscheln auf karamellisiertem Chicorée.

Einen kleinen Bruch in der Abfolge – kein Problem – wir servieren als Überleitung einen Zwischengang. Dieses Jahr macht ein Beeren-Rotwein-Sorbet so richtig Appetit auf den Hirschbraten im Rotwein-Jus. Die Begleitung wackelt noch …

Falls du liebe Schwester ernsthaft in Erwägung gezogen hast, dich vor der Arbeit zu drücken, ich glaube jetzt kriege ich dich doch! Als Dessert habe ich an Mont-Blanc / Maroni-Reis in Baumstamm-Form gedacht. Da muss ich noch tüfteln wie wir das genau hinkriegen, damit auch unsere liebe Mutter ihre Bûche (traditioneller Weihnachtskuchen) zumindest optisch hat!

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Aus der Sicht der TCM ist es absolut wahnsinnig so viele verschiedene Dinge auf einmal zu konsumieren, selbst wenn jede Speise für sich alle 5 Elemente beinhaltet und bis auf das kalte Sorbet – alles der Jahreszeit entspricht. Aufwändig zusammengestellte, mehr gängige Menüs entstammen nicht dem Katalog für bekömmliches Essen. Und dann wären da ja noch Unmengen an Keksen, die zwischendurch unbemerkt in unseren Mündern verschwinden und unsere Mitte schwächen…

Wie soll das gut gehen? Wenn wir alle gemütlich und entspannt um den Tisch sitzen, die liebe Familie und das fantastische Weihnachtsmenü Glück und Glanz versprühen und wir gemeinsam genießen, so sind wir beim bisher verschwiegenen sechsten Element angelangt. Es ist dies das wahre Geheimnis erfolgreicher Langlebigkeit bei guter Gesundheit!

Wenn du Lust hast das eine oder andere vom Menü mit mir auszuprobieren, so schicke mir ein Mail an pascale@neuensausderkueche.com und ich sende dir das gewünschte Rezepte zu.
Für alle die jetzt enttäuscht sind, dass der Beitrag dieses Mal kein Rezept enthält, zum Schluss noch ein Geschenk zum schnell Selbermachen.

Suppenwürze statt Suppenwürfel:

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500 g Wurzelgemüse (Pastinaken, Karotten, Petersilwurzel, Sellerie, Stangensellerie,…)
1 Schalotte
1 Scheibe Ingwer
6-8 Wacholdersamen
einige Zweige Petersilie, Koriander oder andere verfügbare frische Kräuter (Majoran, Organo, Liebstöckel…)
100 g Meer- oder Steinsalz

Gemüse klein schneiden, Gemüsestückchen mit Salz und Kräutern portionsweise in einen Blitzhacker  füllen und so lange hacken bis eine feine Konsistenz entstanden ist. Die gesamte Menge durch pürieren und dann in einer Schüssel gut vermischen. Die feuchte, salzige Masse in kleine Gläser abfüllen, festdrücken und im Kühlschrank aufbewahren. (Hält sich mehrere Wochen)

Eingekochte, weniger salzige Variante::
800 g Wurzelgemüse und Kräutern (s.o) im Blitzhacker/Standmixer zerkleinern, mit 120 g Salz, 30 g Weißwein und 1 EL Olivenöl in einen Topf geben und 30 Minuten auf niedriger Flamme dünsten. Am Schluss die Masse gründlich pürieren und kochend heiß in Gläser abfüllen und kalt stellen.

Ich habe immer etwas von diesem Suppengewürz im Kühlschrank und verwende es zur Herstellung einer schnellen Suppe!

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Ein wunderbares Fest euch allen!

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 5

  1. Gertrud Karner Dezember 17, 2015

    Liebe Pascale, deine Rezeptemails sind auch ein wohltuendes Element deiner Küche. Alleine beim Ansehen deiner Seiten geht es mir besser. So schöne Fotos, so nette herzerfrischende Texte.
    Seit ich bei dir im Verteiler bin schaue ich regelmäßig meine mails an (habe ich vorher nie gemacht. War nicht so die regelmäßige Nutzerin des Netzes.), weil ich immer hoffe du hast wieder was Wunderbares online gestellt.
    Liebe Grüße
    Gerti, die Nachbarin

    • Pascale Neuens Dezember 17, 2015

      Liebe Gerti, da wird mir ja ganz weihnachtlich zu Mute, vielen lieben Dank für diese berührende Worte!

  2. Pingback: Borretsch- raue Schönheit

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