Groß und klein – mit mehr Power in den Tag starten!

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Auf Initiative einer Freundin haben wir im Juli, in der Klasse unserer Söhne, gemeinsam über Ernährung gesprochen und anschließend mit den Kids gekocht. Das Gespräch mit der Lehrerin gab uns Recht. Die meisten Kinder die nicht frühstücken, erleiden bereits gegen 9.00 Uhr einen Leistungseinbruch!

Wir haben das Problem mit der 3.Klasse sehr bildlich besprochen und viel Fragen gestellt und uns die Antworten von den SchülerInnen geholt:
Warum essen wir?  Weil wir Hunger haben…
Ja, aber warum noch? …???…
Das Bild eines Autos hat den Kindern auf den Sprung geholfen:
Womit fährt das Auto? Mit Benzin.
Ja richtig, und wenn wir sehr schnell fahren wollen, brauchen wir mehr Benzin! Und was passiert wenn der Tank leer ist? Dann bleibt das Auto stehen.
Genau! Und wie schaut das bei uns Menschen aus? Wir werden müde, wir können nicht mehr so schnell laufen, uns nicht mehr konzentrieren.
Wir essen also um uns bewegen zu können und Energie zu haben. Was passiert wenn wir ohne Frühstück in die Schule kommen? Wir können im Turn-Unterreicht nicht Vollgas geben und bei Mathe nicht schnell rechnen …

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Das Problem ist, dass viele Menschen (Eltern und Kinder) in der Früh einfach nichts essen können, weil sie keinen Hunger verspüren. Hinzu kommt, dass man unter Umständen noch (zu) müde ist und es oftmals an Zeit mangelt.

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5 TIPPS um zum Frühstücks-Tiger zu werden:

  • ABENDS NICHT ZU SPÄT ESSEN
    Mit dem letzten Bissen im Mund gleich ins Bett zu gehen/gebracht zu werden ist kontraproduktiv. Die aktive Zeit des Magens endet laut chinesischer Organuhr um 19.00 Uhr. Ein frühes Abendessen ist daher ideal. Je später das Essen, desto eher sollte es sich um eine Suppe handeln.
  • NICHT ZU ÜPPIG und ZU FETT ESSEN
    Besonders große Portionen am Abend bleiben ´im Magen liegen´ und ´gären über Nacht´. Man fühlt sich in der früh noch voll und bringt nichts hinunter. Fett braucht im Verdauungsprozess am längsten – daher macht es auch lange satt. Abends sollte man leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Suppen, Fisch und Gemüsegerichte sind ideal. Kalte Brotmahlzeiten oder Salate weniger. Für Erwachsene kann es zielführend sein, ab und zu eine Abendmahlzeit auszulassen.
  • GUT KAUEN!
    Jeder Bissen sollte als Brei im Magen ankommen, da der Magen keine Zähne hat. Durch ausgiebiges Kauen wird die Nahrung zerkleinert und mit dem Speichel und den darin enthaltenen Enzymen zu Speisebrei vermischt. Unsere Verdauung beginnt im Mund.
  • KEINE DISKUSSIONEN ODER STREITGESPRÄCHE BEI TISCH
    Essen soll entspannend und angenehm sein. Gestalte den Esstisch schön und mache es dir/euch gemütlich. Sorgen belasten den Magen und den Verdauungsprozess.
  • STEH FRÜHER AUF
    Das klingt jetzt vielleicht hart, aber stehe früh genug auf um dir ein Frühstück zu ermöglichen. Wenn du dein Abendessen adaptierst, wirst du in Zukunft auch leichter aufstehen können, versprochen!

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In der TCM gilt die Verdauung (das Magen-Milz-System) als „Mitte“ unseres Daseins. Laut der inneren Organuhr arbeitet die Verdauung zwischen 7.00-11.00 Uhr vormittags auf Hochtouren. Hier schöpfen wir leicht Kraft aus der Nahrung. Die Verdauung wird in der TCM oft mit dem Bild eines Feuers übersetzt, der Magen ist der Kessel über dem Feuer. Füllen wir zur Hauptverdauungszeit etwas Warmes/Vorgekochtes in unseren Magen, fällt es dem Feuer leicht das Essen umzuwandeln. Wir verfügen rasch über ausreichend Energie um fit in den Tag zu starten, ohne großen Aufwand für unser Verdauungsfeuer. Das ist der Grund warum wir Chinesen unsere Müsliflocken kochen!

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Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht besteht ein gesundes Frühstück aus vier Komponenten:  Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und einer Portion Obst oder Gemüse. Kohlenhydrate für die Energie. Eiweiß für die Muskeln. Obst und Gemüse sorgen für Farbe und Abwechslung im Geschmack und enthalten Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe, die unsere Verdauung fördern. Fette enthalten essentielle Fettsäuren und sind für den Körper unentbehrlich.

Diese Komponenten stehen in keinem Widerspruch zur TCM, lediglich die Zubereitungsart unterscheidet sich. Laden wir statt dem warmen Brei, rohe Müsliflocken mit eiskalter Milch in unseren Kessel, braucht der Magen wesentlich mehr Energie zur Umwandlung und wir fühlen uns eventuell nach unserem „gesunden Frühstück“ gar nicht so leistungsstark, wohl und zufrieden. Mit viel rohem Obst ergänzt fröstelt es uns vielleicht sogar. Kochen wir unsere Müsliflocken und das Obst, wird uns zusätzliche Wärme zugeführt und der Magen kann den durch den Kochprozess vorverdauten Brei leicht umwandeln. Leidet dein Kind häufig unter Verkühlungen, Bronchitis, Mandel- und /oder Ohrenentzündungen kann es zudem hilfreich sein auf große Mengen Milchprodukte zu verzichten.

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Was gibt´s zum Frühstück?

Essen soll Freude bereiten und unser Wohlbefinden steigern. Also gib die Suche nach dem Frühstück das dir wirklich gut schmeckt und tut nicht auf! Wenn du mehr Koch-Inspiration und eine Schritt für Schritt Anleitung zu deiner Wohlfühl-Ernährung möchtest, ist mein Kurs 30 Tage – fit essen genau das Richtige für dich.

Haferflocken mit Beeren (2 Frühstückstiger Portionen), Zeitaufwand: 10 Minuten

150 g Brombeeren
150 g Heidelbeeren oder Hollerbeeren (Holunder)
100 g (glutenfreie) Haferflocken (grob, fein oder gemischt – je nach Geschmack)
30 g Sonnenblumenkerne
300 ml Wasser
1 Prise Salz
100 ml Kokosmilch
1/4 TL Vanille(pulver) oder 1/2 Vanillestange mitkochen
1 Prise Sternanis
etwas Honig oder  Ahornsirup

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Die Haferflocken mit dem Wasser (kalt), den Sonnenblumenkernen und einer Prise Salz in einem Topf füllen und zum Kochen bringen. (Fügt man die Haferflocken ins bereits heiße Wasser, bekommt der Porridge nicht die cremige Konsistenz, die Flocken bleiben kerniger). Bis zur gewünschten Konsistenz kochen, die Heidelbeeren und die Kokosmilch zufügen und kurz aufkochen – bis die Heidelbeeren kurz vorm Platzen sind – das macht einen schönen Effekt in der Schüssel. Gewürze zugeben und mit den Brombeeren in einer Schüssel anrichten und eventuell mit etwas Honig beträufeln.

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Selbst gepflückt schmecken sie am Besten!

Da die TCM eine ganzheitliche Methode ist, möchte ich an dieser Stelle auf das tolle Kinder-Kurs-Angebot meiner Kollegin Carolin Setzer, ebenfalls ehemalige Architektin, hinweisen. Carolin unterstützt Kindern dabei ihr Selbstbewusstsein zu steigern und ihre Körperwahrnehmung zu stärken und begleitet sie in ihrer Entwicklung zu mental starken Persönlichkeiten. 

Mit KIDSPOWER-MENTAL STARK DURCHS LEBEN erhalten Kinder im Alter von 5-12 Jahren im Rahmen eines Semesterkurses die Möglichkeit mentale Stärke zu tanken, Entspannungsmethoden kennen zu lernen, spielerisch Grenzen zu erweitern und die Kraft der Natur für sich zu nutzen. Methoden im Umgang mit Stress, zur Selbstmotivation und Konzentrationsförderung sind ein fixer Bestandteil von KIDSPOWER, das ab 10.9.2016 einmal monatlich in 1180 Wien stattfindet. 
Anmeldung und weitere Infos unter: http://www.souldelight.at/workshops/kidspower.
Um die seelische Ausgeglichenheit der Kinder zu fördern finden die Einheiten bei Schönwetter im Währinger Park statt!

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Aus der Sicht der TCM:

Die 3 Beeren Sorten haben auf Grund ihrer Farbe und ihres Geschmacks prinzipiell ähnliche Wirkweisen. Brombeeren tonisieren das Leber Yin und unterstützen bei Trockenheit. Sie tonisieren das Blut, wirken bei Blutmangel, Menstruationsproblemen und stärken die Sehkraft. Über den sauren Geschmack wirken Brombeeren zusammenziehend, adstringierend, helfen bei Durchfall, Ausfluss, Säftemangel, Blasenschwäche und übermäßigem Schwitzen. Sie wirken bei Entzündungen der Schleimhäute von Magen und Darm.

Heidelbeeren haben eine ähnliche Wirkung, sie leiten Nässe/Feuchtigkeit aus und helfen zudem bei Nachtblindheit, schweren Beinen, Venenentzündungen und Krampfadern. Ein Tee aus getrockneten Heidelbeeren (3 EL mit 500 ml Wasser 10 Minuten kochen) kann gegen Durchfall helfen.

Hollerbeeren wirken zudem speziell Schleim auflösend und werden gerne bei Verkühlungen mit Fieber angewendet, sie eliminieren Wind-Hitze. Hollerbeeren sollten nicht roh verwendet werden!!

Haferflocken geben Kraft und Ausdauer (Futter für die Pferde). Sie stärken die Abwehr, wirken bei Abgeschlagenheit, Energiemangel, Willensschwäche, Blutzuckerschwankungen und Stoffwechselschwäche. Sie beruhigen den Geist, sie wirken bei Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität und Konzentrationsstörungen.

Hier geht´s zur Herbst Info!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

Kommentare 10

  1. Hallo Pascale 🙂
    finde deine Rezepte sehr interessant und muss großes Lob aussprechen.
    Bin selbst in der Wellnessbranche tätig, wo es um Ernährung geht.

    Liebe Grüße aus Innsbruck Franz

    • Pascale Neuens September 7, 2016

      Lieber Franz, vielen Dank nach Tirol für dieses schöne Kompliment. Ich liebe meine Arbeit und es macht mir großen Spaß, aber noch schöner ist es wenn man sofort mit solch netten Meldungen belohnt wird!
      einen wunderschönen Tag nach Innsbruck, lg Pascale

  2. Liebe Pascale! Danke für deine guten Tipps. Ich habe mir aus Zeitgründen angewöhnt, Breisorten zu verwenden, die ich nur mehr mit heißem Wasser aufgieße. Wäre es hier besser auch diese kurz zu kochen? Was meinst du?

    • Pascale Neuens September 8, 2016

      Liebe Gisela,

      Vielen Dank für diese spannende Frage und ich gebe zu keine ganz schlüssige Antwort parat zu haben:
      Wenn du so Art Babybrei verwendest, denke ich, dass das heiße Wasser ausreicht. Sind es aber Breis die Haferflocken enthalten würde ich sie kurz aufkochen. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man öfters versuchen sollte, sein Frühstück auf Getreidebasis aus dem ganzen Korn herzustellen, da das die hochwertigere Ernährung ist. Hier eine kurze Erklärung dazu:
      Um zB aus Hafer – Haferflocken zu machen, werden Haferkerne einer Wärmebehandlung unterzogen, danach gedämpft und wieder getrocknet. Im Anschluss folgt das Auswalzen zu kernigen Flocken. Für die zarten Haferflocken wird der ganze Haferkern zunächst gehackt und diese Stückchen werden danach zu Flocken ausgewalzt.
      Aus Sicht der TCM führen wir durch industrielle Herstellungsprozesse unserem Organismus Hitze zu, die uns (in großen Mengen) schadet. (Früher wurden Steinmühlen verwendet, heute geht das alles ganz schnell mittels Stahlwalzen und Mahlwerken). Das Problem liegt aber nicht ausschließlich im Produkt. Vermutlich verwendest du ohnedies eine hochwertige Mischung. Es hat auch viel damit zu tun, dass wir diese Produkte ja konsumieren um „Zeit zu sparen“, sprich wir eh schon im Dauerstress (=Hitze=Yang) leben. Daher ist „Slow-Food“ im Sinne von Selbstgekochtem aus dem Rohmaterial ganz besonders wertvoll (=Yin) für uns!
      Versuche einfach mal Getreide (Reis oder Hirse) für 2-3 Tage auf Vorrat zu kochen und im Kühlschrank aufzubewahren, dann bist du in der Früh fast so schnell wie mit Fertigflocken!

      Gutes Gelingen, lg Pascale

  3. Hallo Pascale, vielen Dank für die gute Erklärung, warum man nach TCM warm frühstücken sollte. Außerdem an dieser Stelle mal ein großes Kompliment, du hast immer so schöne Fotos in deinen Artikeln, da macht das Lesen doppelt Freude! LG Sabine

    • Pascale Neuens September 8, 2016

      Liebe Sabine, vielen Dank und ich freue mich dass dieser Artikel scheinbar besonders am Punkt ist! viel Spaß weiterhin beim Lesen, lg Pascale

  4. Danke liebe Pascale für diesen wundervollen Artikel! Man spürt so sehr, dass du das was du hier mit uns teilst mit sehr viel Liebe tust. Herzliche Grüße Barbara

    • Pascale Neuens September 9, 2016

      Danke Barbara – du sagst es: Liebe und Leidenschaft, das habe ich mit meiner beruflichen Veränderung in einem Ausmaß gefunden, von dem ich früher geträumt habe! Alles Gute und viel Vergnügen beim Lesen weiterhin! lg Pascale

  5. Liebe Pascale, ich bin schon länger auf der Suche nach einem warmen Frühstücksrezept für mich, weil ich nach einer Brotmahlzeit in der Früh schon um 10:00 wieder Hunger habe. Ich bin über Verena, meine „Babysittermama“ auf den Blog gestoßen und dieses Rezept ist einfach herrlich! Das erste, das mich sowohl geschmacklich, als auch optisch überzeugt (bei Porridge eher selten der Fall und wenn mein Freund einen eher angewiderten Blick auf mein Frühstück wirft, ist das auch nicht so ansprechend ;)) und wunderbar lange sättigt. Zusätzlich ist es wirklich schnell gemacht. Ich verwende etwas weniger Kokosmilch, weil ich den Kokosgeschmack sonst zu intensiv finde und Zimt statt Sternanis und bin damit jetzt sehr glücklich. Noch dazu habe ich jetzt eine wunderbare Möglichkeit, Opas gesammelte und gefrorene Heidelbeeren zu verkochen. Vielen Dank dafür! Liebe Grüße, Julia

    • Pascale Neuens November 16, 2016

      Liebe Julia, das freut mich sehr dass du ein Frühstück gefunden hast mit dem du lange satt und zufrieden bist!
      Jede Variation ist möglich, versuche auch mal Hafer- oder Mandelmilch wenn du Kokos nicht so magst
      und zu dieser Jahreszeit schmeckt es mit Apfel- oder Birnenkompott auch phantastisch! Weiterhin viel Spass beim Nachkochen und danke fürs Melden!
      glg, Pascale

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