Vorkochen 2 – 10 Tipps: Essen fürs Büro

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Zum Thema Vorkochen & Essen zum Mitnehmen tauchen immer wieder die gleichen Fragen bei mir auf, darum heute noch einen Teil 2 zu dem Thema.

Meine 10 Tipps fürs Büro:

1. Transport: Achtung je nach dem was du worin abfüllst zum Mitnehmen, kann es zu bösen Überraschungen kommen. Wir haben da mal so hübsche Bentoboxen gekauft mit dem Ergebnis, dass die Salatsauce in der Schultasche verteilt war. Das möchte ich dir ersparen. Achte also darauf, Gefässe zu verwenden die gut abdichten. Bentoboxen eignen sich nur für Onigiris oder anderes „trockenes“ Fingerfood. Empfehlenswert sind Gläser mit Schraubdeckel, auch Thermosboxen dichten gut ab, Glascontainer mit Clip-Verschluss haben auch meistens ein Dichtungsring eingebaut oder die gute alte Tupperware. Plastik, ich weiß, aber da sie sich seit langen Jahren in unserm Haushalt befindet und wirklich unverwüstlich ist… darf sie bleiben sie sie nicht mehr kann.

2. Womit essen? In meiner Tasche kugelt eigentlich immer eine Gabel oder ein Löffel herum, damit ich nicht auf klappriges Plastikbesteck angewiesen bin. Zur Not gibt es dieses, immer häufiger auch aus Holz beim Supermarkt oder dem Bäcker an der Ecke.

3. Warm halten oder wieder aufwärmen?
Thermoscontainer haben meiner Meinung nach 2 Nachteile:
A. Ihr Gewicht. Ich finde sie machen sich einfach schwer in meiner Tasche, aber ab und zu ist das tragbar, wenn es um die gute Suppe geht.
B. Als ehemals Histamingeplagte bin ich nach wie vor sensibel, wenn es darum geht, meine Mahlzeiten über Stunden warm zu halten. Ich finde auch, dass das Essen nach mehreren Stunden in dem Container einfach nicht mehr so gut schmeckt. Vorgekochtes kühle ich dafür lieber schnell runter und wärme es mir dann frisch wieder auf.

4. Essen bei Zimmertemperatur: Wenn ich das Essen mitnehme und keine Möglichkeit zum Aufwärmen habe, setze ich lieber auf Dinge die sich auch bei Raumtemperatur gut schmecken. Sprich gekochte Salate wie Reis-, Kartoffel-, Getreide- oder Nudelsalate mit Gemüse. Früher im Büro, habe ich mein Essen nach Ankunft kalt gestellt und dann gegen 11.00 Uhr zum Anwärmen wieder aus dem Kühlschrank genommen und dann bei Zimmertemperatur gegessen. Das ist natürlich Geschmackssache. Kundinnen erzählen mir immer wieder, dass sie lieber ein wirklich warmes Essen mögen.

In dem Fall hilft dir vielleicht der Tipp, eine Hälfte von zu Hause mitzunehmen und im Umkreis deines Arbeitsplatzes nach einer guten Möglichkeit für eine frische hochwertige Suppe zu halten. Immer mehr Bäckereien und Biomärkte bieten zum Beispiel in Wien dieses Service an. Oder du hast eine Suppe im Glas dabei.

5. Knackig oder matschig? Damit dein Essen nicht matschig wird, empfehle ich dir die Sauce, falls du eine verwendest, getrennt mitzunehmen und kurz vorm Essen darüber zu geben oder sogar frisch anzurühren. Die Bestandteile für zahlreiche Saucen lassen sich auch im Bürocontainer lagern. Auch ein paar frische Kräuter peppen den Geschmack gut auf. Dieser Tipp gilt auch bei meinen Sandwiches. Der Teig ist durch das Gemüse sehr feucht. Besser du belegst die Sandwichs kurzfristig im Büro.

6. Das Um und Auf ist beim Kochen wie beim Mitnehmen die Organisation bzw. Vorbereitung. Je geübter du bist, desto leichter geht es dir von der Hand. Aber ohne die richtigen Vorräte wird es schwer in der Früh spontan etwas zusammen zu würfeln. Mach dir einen Wochenplan. Als Inspiration bekommst jede Woche meinen Wochenplan mit dem Email Coaching des TCM Magazins zugeschickt.

7. In dem Fall gibt es noch die Notlösung Supermarkt an der Ecke 😉 mit folgenden Zutaten: vorgekochte rote Rüben, Avocado, gekochte Eier, Feta, Kichererbsen im Glas, Thunfisch oder Sardinen, vorgewaschener Salat. Diese Zutaten veranstalten in der Originalverpackung keine Schweinerei in deiner Tasche und du kannst dir eventuell auch einen kleinen Vorrat im Büro anlegen. So reicht es, dass du zum Beispiel auch nur mal die Getreide-, Kartoffel- oder Gemüsereste vom Frühstück oder Abendessen einpackst und dann in der Arbeit „streckst“. Rote Rüben (vorgekocht, vakuumverpackt), Kichererbsen (aus dem Glas) und Rukola wäre eine Kombination für einen selbst zusammen gewürfelten Salat aus dem Supermarkt.

8. Eine ganz wichtige Regel um schnell ein Essen parat zu haben: Sorge dafür dass gute Reste anfallen, in dem du von einem Bestandteil deiner Mahlzeit etwas mehr kochst. Das ist in den meisten Fällen auch bei Histamin-Unverträglichkeit eine Lösung die ok geht. Durch das kombinieren von einem Teil frisch und einem Teil aufgewärmt, bleibt die Histamindosis überschaubar. Allerdings fallen dann solche Zutaten wie Thunfisch, Sardinen, eventuell auch Kichererbsen aus dem Glas flach.
Probiere stattdessen Ofengemüse-Reste mit frischem Rukola oder Kräutern und Reis-Salat (Frühstücksreste) dazu. Eines meiner alltime favourite Mitnehm-Rezepten ist mein schneller Karotten-Apfel-Salat mit Hirse (vom Frühstück) und Nüssen oder Oliven.

9. Ein Wort noch zur Mikrowelle: aus der Sicht der TCM ist unsere Nahrung Qi los, wenn wir sie in der Mikrowelle aufwärmen. Wenn du mich kennst, weißt du dass ich kein Freund zu extremer Lösungen bin und nicht gerne Verbote ausspreche. Wenn du also fix und fertig bist und dich nur noch mit Mühe und Not über den nächsten Grashalm schleppst, dann sage ich AUS für die Mikrowelle. Wenn du 1 oder 2 mal in der Woche dir deine selbst gekochte Suppe ein bisschen aufwärmen möchtest und keine Kochplatte verfügbar ist, dann sage ich dir: Achte mal drauf wie du dich danach fühlst? Geht es dir gleich gut, wie wenn du die Suppe zu Hause frisch gekocht löffelst?

10. Gut für sich sorgen heißt für mich auch abwägen
WAS IST MACHBAR und WAS TUT MIR GUT. Es bringt nichts, wenn ich bereits am Zahnfleisch gehe und ich dann noch auf biegen und breche versuche 3x täglich frisch zu kochen. Die wichtigste Zutaten sind meiner Meinung nach Liebe, Freude und Leichtigkeit. Was schaffe ich, so dass es mir auch noch Spaß bereitet und ich mich dann wirklich gut fühle. Hier kommt es auf die Summe unterm Strich an.

Haferkekse eignen sich auch gut als Frühstück für unterwegs.

Weitere Rezeptideen für schnelle Mitnehm-Mahlzeiten oder gute Snacks gibt es Monat für Monat im TCM Magazin. Im Oktober sind dies zum Beispiel neben vielen weiteren Rezepten Haferkekse, Leinsamen Weckerl, Waldorff-Salat, Linsensalat und Brokkoli-Taboulé.

Den Beitrag Vorkochen Teil 1 findest du HIER.

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