Diagnose Unverträglichkeit und ein getreidefreier Apfelkuchen!

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Mit meinem letzten Beitrag habe ich offensichtlich einen wunden Punkt getroffen. So viel Feedback wie auf meinen letzten Post, habe ich noch nie erhalten und ich möchte mich dafür ganz, ganz herzlich bedanken.

Bisher wollte ich das Thema Unverträglichkeiten nicht in der Vordergrund stellen, da ich mich so wie so Tag täglich damit beschäftige. Aber scheinbar halte nicht nur ich mich, was das Thema anbelangt stets lieber zurück. Wer will schon gerne mit eine „Unverträgliche“ sein? Ich wollte DIR damit nicht auf die Nerven gehen. Aber genau mit diesem Gefühl plagen sich offensichtlich alle Betroffenen herum. Und daher möchte ich dir heute mal sagen: Ich weiß wie besch… es sich anfühlt! Das Gefühl „kompliziert“ zu seine und Extras zu verlangen … und natürlich das Gefühl nicht mehr zu wissen, was du noch essen kannst…

Als ich vor Jahren von der Ärztin entlassen wurde, mit den vermutlich aufbauend gemeinten Worten: „Verzichten Sie jetzt mal eine Zeit auf Getreide, Soja- und Milchprodukte, dann wird es Ihnen bald besser gehen!“ fand ich mich wie ein übergossener Pudel am Gehsteig stehend und hatte eigentlich nur noch Lust laut los zu heulen. Was sollte ich denn noch essen? Als begeisterte Köchin und leidenschaftliche Genießerin sah ich mein Hobby, meine Passion dahin schmelzen. Kurzfristig fand ich es wahnsinnig ungerecht was mir da passierte. Zu Hause angekommen, tröstete mich mein Liebster mit den Worten: „Das ist ja wie bei Beethoven!“ Ja! In der Tat, es fühlte sich ganz furchtbar an und ich hatte das Gefühl ein Teil meines Lebens war im Bruchteil einer Sekunde mit dieser Diagnose zerstört worden.

Keine Nudel, kein Kuchen, kein Käse und Baguette, kein schnelles Sandwich zwischendurch, kein pain au chocolat beim nächsten Kurz-Urlaub in Paris, nie wieder Italien-Urlaub – macht ja keinen Sinn, eigentlich überhaupt kein Urlaub im Hotel mehr, da ich bereits beim Frühstücksbuffet scheitern würde … ein Bild des Grauens für eine reiselustige Genießerin wie mich! Nach einer kurzen Phase des Wunde-Leckens, machte ich mich dann voller Elan wieder auf in meine Küche und begann zu experimentieren und zu testen. Ich wollte mich nicht geschlagen geben. Zu groß war meine Leidenschaft fürs Kochen und Essen. Und ich entdeckte immer mehr die Vielfalt dessen was ich essen konnte und wurde kreativer denn je! Ich wuchs über mich hinaus!

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Ich absolvierte die 2 jährige Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach TCM und trennte mich von der Architektur. Dieser Schritt war mir lange Zeit schwer gefallen. Ein aufwendig absolviertes Studium, ein angesehener Beruf, eine Anstellung an der Uni, all das waren Jahre lang Dinge gewesen, wegen derer ich mich an den Job klammerte, der mich nur mäßig erfüllte. Bereits während des Studiums hatte mich regelmäßig das Gefühl beschlichen, falsch dort zu sein. Ich empfand für meine Berufswahl nicht die 100% Leidenschaft, die es braucht um sich in der harten Domäne zu behaupten.

Heute liebe ich das was ich tue und zwar Tag täglich. Ich freue mich auf jeden Klienten in meiner Praxis oder in der Online Betreuung. Ich liebe es neue Beiträge für meinen Blog zu produzieren! Ich habe das Gefühl, diesen Schicksalsschlag hat es gebraucht um mir die Augen zu öffnen. Nur so konnte ich mich endlich dem widmen, was ich liebe: ESSEN mit allen Facetten. Hätte ich vor Jahren ein Blog geschrieben, hätte ich mich vermutlich eher Gourmet-Themen gewidmet. Heute lebe ich diese Art von Genuss gezielt an Feiertagen! heute kommt es mir auf die täglich ausgewogene, gesunde Ernährung an. Ich möchte optimal versorgt sein, um energiegeladen DAS GANZE LEBEN zu genießen – und nicht nur das ESSEN!

Was hat das nun mit dem Beitrag von vergangener Woche, in dem ich erklärte, dass ich bereits als Kind ständig Bauchschmerzen hatte, zu tun?

Während manche Menschen genau wissen was Ihnen gut tut, haben andere nicht den Bezug zu sich selbst um klar zu erkennen was ihnen gut tut und was ihnen schadet. Dabei ist ein gutes Körperbewusstsein angeboren: ich habe das tägliche Glas Milch als Kind gehasst, bekam es fast nicht runter, diese schmierige Konsistenz und der Geruch…. irgendwann war ich dann so geprägt, das was anderen schmeckte ebenfalls für wohlschmeckend zu halten, dass ich begann Käse zu lieben und Milchkaffee zu trinken, obwohl mir auch davor immer gegraust hatte.

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Wie du am besten herausfindest was dich schwächt, habe ich dir letzte Woche hier erklärt.
Heute möchte ich dir Tipps geben, wie du dich auch daran halten kannst Dinge die dir nicht gut tun wegzulassen.

1. Fokussiere auf das Positive

Ich ließ mich nicht dauerhaft von Ärger, Angst oder Enttäuschung runterziehen. Nach kurzer Zeit legte ich die Opfer-Rolle ab und sah die Chance mein Leben umzugestalten! Ich konzentrierte mich auf das was ich gut vertrug und machte mehr davon, statt mich hängen zu lassen. Ich lernte Gemüse zu lieben und suchte nach immer neuen Rezepten!

2. Treffe Entscheidungen und halte dich daran!

Es gibt kaum etwas, das so viel Kraft kostet, wie einmal getroffene Entscheidungen laufend zu hinterfragen und wieder umzuschmeißen. Akzeptiere die Tatsache, dass dir (einstweilen) gewisse Nahrungsmittel nicht gut tun und lass sie weg! Denk nicht ständig darüber nach, warum, wieso, weshalb! Das sind die falschen Fragen.

Wenn du dir ständig die falschen Fragen stellst, bekommst du auch die falschen Antworten: dein interner Roboter sucht nämlich nach einer Lösung warum DU NICHT RICHTIG BIST und plötzlich bist du überzeugt nicht richtig zu sein. Akzeptiere was ist und suche nach Lösungen! Zb was kannst du essen und wie kannst du das variieren?

3. Steh zu dir!

Es hilft nichts nach außen so tun, als ob du alles vertragen würdest und dann bei Einladungen immer brav von allem mitzuessen. Das rächt sich entweder noch am gleichen Abend oder in den folgenden Tagen. Du musst „Nein“ sagen zu den Dingen, die nicht für dich passen. Das mag am Anfang schwierig sein, es stärkt aber dein Selbstbewusstsein.

Ich bin genauso erzogen, dass ich lieber den anderen einen Gefallen mache, als auf mich selbst zu achten. Dieser Punkt ist mir wahnsinnig schwer gefallen. Aber heute stehe ich lieber zu mir, als mich anzupassen. Das erfordert Mut, tut aber gut! Nicht dass es mir manchmal nicht schwer fällt zu verzichten. Aber einfach, weil ich nun totale Klarheit habe was mir gut tut, bin ich nicht mehr bereit wegen 5 Minuten Gaumenspaß zu leiden!

4. Lass dich nicht verunsichern:

Dein Umfeld wird versuchen dir das Gefühl zu geben „falsch“ zu sein, wenn du dich an deine optimale Ernährung hältst. Wie oft hört man, dass es sich bei Unverträglichkeiten um eine Mode-Erkrankung handelt, um sich wichtig zu machen. Dafür haben unsere Gegenüber unterschiedliche Beweggründe: Sie selbst fühlen sich nicht wahrgenommen, sie sind neidig auf deine Konsequenz, frustriert über das eigne schwache Fleisch, …

Sie werden versuchen dich klein zu machen, um sich selbst besser zu fühlen. Meistens spürt man das gut, wenn einem Menschen nicht gut tun, aber man möchte höflich sein und niemanden verletzen. Bleib dir treu! Steh zu dir und lass dich nicht verunsichern!

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5. Lerne aus Fehlern, aber mach dich deshalb nicht fertig

Hast du schon mal einen Fehler gemacht und dich nachher schlecht gefühlt? So nach dem Motto: „Wie konnte mir so was passieren? Wie konnte ich so dumm sein? Das hätte mir doch klar sein müssen, dass ich das nicht essen soll!“

Wenn ja, dann sage ich einfach nur: Lass das!!! Höre auf dich fertig zu machen! Fehler passieren und es ist auf jeden Fall vorteilhaft aus ihnen zu lernen und nicht ständig den gleichen Fehler zu wiederholen. Aber, wenn du dich wegen einem Fehler nachher auch noch selber fertig machst, dann machst du alles nur noch schlimmer.

Ist ein Fehler passiert, dann stelle dir einmalig die Frage, was da genau nicht funktioniert hat und was du das nächste Mal besser machen kannst. Vielleicht ist die Antwort, dass du einfach ausnahmsweise Lust auf etwas hattest, das dir nicht gut tut! Dann fühle dich nicht schuldig, sondern sag dir wie gut es geschmeckt hat und dass du diesen Fehler jetzt länger nicht begehst!

6. Vergleiche dich nicht mit anderen

Eine der sichersten Methoden, damit du dich schlecht fühlst ist, wenn du dich mit anderen Menschen vergleichst! Denn die Wahrheit ist: Es wird immer Menschen geben, die alles essen können, Unmengen trinken können und die sich trotzdem niemals schlecht fühlen, egal was sie auch zu sich nehmen. Wenn du dich mit ihnen vergleichst, dann führt das nur dazu, dass du dich schlecht fühlst.

Vergleiche dich lieber mit dir selber: mache Listen von allen Dingen, die du im letzten Monat oder Jahr gelernt hast. Wie du gut es dir geht, seit du im Einklang mit deinen Unverträglichkeiten lebst. Welche neuen Fähigkeiten du erworben hast. Was sich alles verbessert hat.

7. Schlafe genug und meditiere um innerlich zur Ruhe zu kommen

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bin unausstehlich, wenn ich nicht genug schlafe! Ich gönne mir gerne nachts 7-8 Stunden Schlaf. Das ist nur möglich wenn ich früh genug ins Bett gehe! Ich verzichte dafür auf lange Fernsehabende!

Ich stehe zeitig auf, mache meine Yoga und Knie-Übungen – täglich 30 Minuten und seit kurzem lege ich auch während der Arbeitszeit kurze Erholungspausen ein um geistig abzuschalten. Hier helfen mir zB kurze Meditationen von duhastpause!

Und was soll ich sagen? Ich fühle mich fantastisch, bin leistungsfähiger und besser drauf bin und hole somit die investierte Zeit locker wieder rein.

Nach so viel bitterer Wahrheit, möchte ich dir nun das Leben versüßen, mit einem glutenfreien Apfelkuchen (Rezept auf Basis der Idee einer Leserin!)

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Getreide-und zuckerfreier Apfelkuchen

100 g Kokosöl (oder Butter)
150 g Apfelmus (selbstgemacht oder zuckerfrei!)
2 Eier
150 g geriebene Mandeln oder Haselnüsse
50 g Kokosmehl (oder Buchweizenmehl)
2 Äpfel
2 EL Chiasamen (oder 1 drittes Ei)
2 TL Backpulver
1/2 TL Kardamom (gemörsert) oder 1 EL Rum/Grand-Marnier…
1 Prise Salz

Backrohr auf 170° Umluft vorheizen.

Chiasamen mit 4-5 EL Wasser bedecken und circa 10 Minuten quellen lassen. Kastenform oder mittlerer Springform mit Fett bepinseln. Äpfel schälen und in schöne Spalten schneiden.

Eier aufschlagen, mit dem Kokosöl und dem Apfelmus vermischen. Nüsse, Chiasamen, Backpulver und Mehl unterrühren. Teig in die Form geben und mit den Apfelspalten in einem schönen Muster belegen.

45 Minuten backen. Schmeckt nicht nur köstlich – auch meine Kindern – sondern schaut auch toll aus!
Ich möchte mich bei Linus für diese Idee zu diesem super simplen zuckerfreien Kuchen bedanken!

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Aus der Sicht der TCM:

Unverträglichkeiten sind ein Zeichen einer geschwächten Mitte, eines geschwächten Erd-Elements. Dieses kann angeboren sein (du hattest bereits als Kind ständig Bauchweh) oder durch falsche Ernährung, chronische Krankheiten, Überarbeitung und geistige Überanstrengung, Bewegungsmangel und zuviel Druck und Disziplin erworben sein.

Das Erd-Element steht für unseren Boden unter den Füssen, unsere Verwurzelung und unsere Heimat. Geerdet sein, bedeutet Stabilität und eine solides Gleichgewicht. Die Fürsorge ist eine Qualität des Erd-Elements, Menschen mit einem großen Erd-Anteil sind meist sehr hingebungsvolle und soziale Wesen und kümmern sich intensiv um ihre Mitmenschen. Leider vergessen sie dabei öfters mal auf sich selbst, wobei die Erdkraft aus sich selbst heraus zu heilen zu Schaden kommt. Neben einer optimierten Diät können Massagen und Körpertherapien hier unterstützend wirken.

Die Farbe des Erd-Elements ist gelb, wir stärken unsere Mitte mit gelben Lebensmittel (zB Kartoffelsuppe). Der zugehörige Geschmack ist SÜSS, er nährt unsere Energie, stärkt uns, tonisiert Flüssigkeiten im Körper und baut Blut auf! Er wirkt entspannend und harmonisierend in Bezug auf die Eigenschaften anderer Lebensmittel/Geschmäcker – vorausgesetzt man nimmt natürliche, mild süße Lebensmittel wie Karotten, Kartoffeln, Fenchel etc (siehe auch die Ernährung in den Übergangszeiten).

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In Form von Zucker hat der süße Geschmack einen großen Nachteil: in Übermaß genossen ist er zu stark befeuchtend!  Dieses Phänomen hängt mit der Thermik der Lebensmittel zusammen: Wir erinnern uns an unseren Kochtopf  –  ähnelt das was wir Einfüllen einer Suppe, brennt das Feuer gemütlich vor sich hin, über dem Topf steigen die zarten Dämpfe auf, die unsern Körper mit frischen Säften versorgen. Ist das was im Kochtopf landet schwer verdaubar, muss das Feuer stärker brennen. Es ist als ob wir zu viel Reis mit zu wenig Flüssigkeit zu Kochen versuchen. Der Inhalt brennt an, es steigen keine Dämpfe mehr auf. Feuchtigkeit/Schleim entsteht. Joghurt und Zucker sind kalt, Milchprodukte erfrischend. Große Mengen davon gefährden den Verdampfungsprozess, „es verklebt“. In Kombination mit Weizen – der dem saurem Geschmack (Holz) angehört und adstringierend wirkt, zieht sich das Ganze zusammen und unser Organismus kommt ins Strudeln:

Zucker, Schokolade, Eiscreme und Limonaden erzeugen keine kostbaren Säfte, sondern „Feuchtigkeit“ im Körper und diese hat viele Nebenwirkungen: sie ist zäh, klebt, verstopft die Leitbahnen (Meridiane), ist chronisch und es ist schwer sie wieder los zu werden, selbst unter konsequenter Diät.

Wir produzieren nicht mehr genug Energie (Milz Qi Mangel) und leiden unter schweren Beinen, schwachen Muskeln, einem dumpfen Kopf, schlechter Konzentration, weichem, klebrigen Stuhl und Heißhunger nach Süßem. Der Kopf weiß nämlich, dass der Körper aus dem süßen Geschmack (Kohlenhydrate) schnell Energie produzieren kann. Passiert dabei erneut der „Übersetzungsfehler“ und wir greifen zu Zucker (statt zu guten süßen Nahrungsmitteln), entsteht noch mehr Feuchtigkeit und die Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf.

Der übermäßige Verzehr von raffiniertem Getreide, Zucker und Milchprodukten kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen (Akne, Hautausschläge, Herpes) und Verdauungsproblemen (breiiger Stuhl, Durchfall, Blähungen, Unverträglichkeiten, Übelkeit), Candida-Erkrankungen und  Ausfluss führen.

Bitte verzichte bei Unverträglichkeiten unbedingt auf die industriellen * frei von * Produkte. Sie schwächen deine Mitte weiter.

Und zu guter Letzt: Hol dir Hilfe wenn du verzweifelt bist! Du bist nicht alleine!

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Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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  1. Pingback: Rezept: Apfelkuchen – glutenfrei und zuckerfrei | Heilspuren

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