Sesam-Congée – Gut geschlafen …?

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Heute leben die meisten Menschen nicht nur in einer bewegungsarmen, sondern auch in einer dauerhaft stressigen Zeit. Studien belegen, dass nicht nur offensichtlicher Zeitdruck uns in den Überlebensmodus geraten lässt, sondern auch negative Gedanken und Emotionen den fight or flight Modus auslösen.

Unser Körper unterscheidet bei seinen Reaktionen nicht, ob eine Situation real oder fiktiv ist.

Konflikte, Leistungsdruck, Sorgen bezüglich Geld oder Gesundheit, alle nicht-harmonischen Gedanken und Gefühle, haben das Potential unserem Körper Stress zu bescheren. 

Aber woher kommt es, dass manche Menschen unter Stress gefräßiger werden, während anderen der Appetit vergeht? Sowohl das eine, wie das andere macht sich auf Dauer in der jeweiligen Statur bemerkbar …

Kann es sein, dass auch im Stressmodus unsere Vorfahren noch durchschlagen?

In der Ernährung unterscheiden wir zwischen einem Kohlenhydrat- und einem Fett-Eiweiß-Typen. Der Fett-Eiweiß-Typ entspricht dem Jäger und Sammler, der vor Urzeiten darauf konditioniert war, regelmäßige Hungerperioden infolge von Hitze, Dürre, kalten Wintern und mangelndem Nahrungsangebot zu überbrücken und daher überschüssige Energiereserven in Form von Fettgewebe für Notzeiten abzuspeichern gelernt hat um sein Überleben zu sichern. Dieser ist von Kohlenhydraten nicht lange satt und nimmt davon schneller zu.

Der später hervorgegangene, seßhaft gewordene Ackerbauer gewöhnte sich an regelmäßige Mahlzeiten und größere Mengen Kohlenhydrate. Sein Körper, bzw. seine Bauchspeicheldrüse lernten, beim Verzehr von Kohlenhydrat-Mahlzeiten weniger Insulin auszuschütten. Die aufgenommenen Kohlenhydrate wurden direkt zur Energiebereitstellung und Wärmeproduktion statt zum Fettaufbau verwendet.

Tatsache ist, dass der Kohlenhydrat-Typ in der Regel sowohl mit leerem Bauch als auch nach einem bekömmlichen Getreidebrei gut schläft während eine zu üppige und zu fette Mahlzeit ihm den Schlaf rauben kann.

Umgekehrt ist es beim Fett-Eiweiß-Typen. Eine große Portion Kohlenhydrate am Abend verleiht ihm im besten Fall einen ziemlichen Energieschub, hat aber auch das Potential seine Fettdepots über Nacht wachsen zu lassen. Geht dieser Typ hingegen mit leerem Bauch ins Bett, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er Nachts aufwacht und vor lauter Knurrem im Magen nicht mehr einschlafen kann. 

Auch die Anteile und Kombinationen von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen können etwas Fingerspitzengefühl erfordern. Das kannst du mit mir gemeinsam ab Montag 13.01.2020 wieder beim 6 Wochen KOCH DICH GLÜCKLICH Kurs lernen.

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Durch die Verbindung meines Grundsatzes Nummer 1: „Essen muss schmecken“ mit dem Prinzip der Stoffwechseltypen, sollte sich für jeden einzelnen eine Ernährungsform herauskristallisieren die schmeckt, zufrieden und lange satt macht und mit der man auch bestens schläft.

Ich empfehle abends generell eher Gemüse mit etwas Eiweiß kombiniert. Und diesen Brei zum Frühstück. Ob du dabei mehr oder weniger Sesam untermischst bzw. mehr oder weniger Nussmus noch darüber gibst, das kannst du dich spielen, bis das Verhältnis für deinen Typen passt. 

Sesam-Reis-Congée

Für das Congée:
1 Tasse schwarzer Sesam
1 Tasse Reis (ich habe Vollkorn-Rundkornreis genommen)
6 Tassen Wasser
1 Prise Salz

Zum Anrichten nach Geschmack:
Nussmus und Ahornsirup oder Honig, Vanille, Kardamom, Zitronenschale, …

Alle Zutaten für das Congée in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Temperatur runter regulieren, so dass die Menge gerade noch köchelt und circa 1,5 Stunden, bis das Wasser zur Gänze aufgesaugt ist köcheln lassen.

Congée anrichten und mit Ahornsirup oder Honig süßen.  Nach Belieben mit gerösteten Nüssen, Samen, Nussmus, Obstkompott oder frischen Früchten garnieren. 

Ich habe dieses köstliche Congée das erste Mal bei http://www.grains-wien.at/ gegessen. Danke Martina, für dein kleines und sehr feines TCM Lokal in der Gumpenstrasse 33, 1060 Wien.

Aus der Sicht der TCM

Sesam, vor allem der schwarze, nährt unsere Nieren, unser Blut und unser Yin. 

Er unterstützt bei frühzeitigem Ergrauen, Osteoporose, Tinnitus, Unfruchtbarkeit, Anämie, Sehschwäche, Haarausfall, Milchbildungsmangel, Schwindel, Benommenheit, welke Haut, brüchige Nägel, Taubheitsgefühl der Gliedmaßen, Mangel an Körperflüssigkeiten, Trockenheits-Symptomen (trockene Haut, Haare, Hals, Mund, Nägel), Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, schwache Knochen und Zähne, Knorpelabnützungen, Wechseljahrsbeschwerden.

Fotos: Karin Hackl, Styling Evelyne Zemplenyi für das TCM Magazin

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