Leinsamen Cracker & Alltagsangst

Kommentare 1

Angst im Alltag…?

Wovor hast du Angst? Viele Menschen glauben, keine Angst zu haben, weil ihnen diese Stellen nicht bewusst sind.

Mein Sohn Lino hatte neulich Deutschschularbeit. Beim Frühstück sagte er: Ich habe keine Lust auf Schularbeit.

Ich: Salomon*, wie geht es leichter bei der Schularbeit, mit Lust, oder ohne?
Lino: Mit Lust, aber ich habe Angst, dass ich wieder eine 4 schreibe…
Stich in mein Mutterherz. Dann spricht mein Kopf diesen unnützen Satz aus: „Du musst keine Angst haben.“ Und sofort schießt es mir ein, dass das ein totaler Blödsinn ist. Klar muss er keine Angst haben, er fühlt sie aber jetzt gerade und 60 Minuten vor der Schularbeit haben wir keine Zeit zu verlieren.
Ich: Natürlich darfst du Angst haben. Viele Menschen haben Angst vor allem möglichen. Und weisst du was: Angst ist so eine starke Kraft. Du könntest sie bitten, dass sie dir hilft. Denn eigentlich will sie dich ja davor bewahren eine „schlechte“ Note zu schreiben. Also, liebe Angst, kannst du bitte helfen? …

Die Träne noch auf der Backe, grinst Lino vorsichtig. Er erinnert sich. Damals, als wir die Angst „wo anders zu übernachten“ zu seinem Freund gemacht hatten…

Ich frage ihn: Welche Note möchtest du haben?

Lino: Eine 3 bis 2.
Ich lache: Formulieren wir das um. Was möchtest du wirklich haben?
Lino: Eine 2-3.
Ich: Magst du dich entscheiden?
Lino: Ok. Eine 2.
Ich: Wie fühlt sich ein Kind das eine 2 schreibt?
Lino: Es ist glücklich?
Ich: Bist du ein glückliches Kind?
Lino (noch bisschen unsicher): Weiss nicht…
Ich: Woran erkenne ich ein glückliches Kind?
Lino: Es lacht gerne und bringt auch andere Menschen oft und gerne zum Lachen…
Ich: Bist du des Öfteren ein glückliches Kind?
Lino: Ja.
Ich: Wie fühlst du dich jetzt?
Lino: Gut.
Dann umarmen wir uns lange und ich schick ihm Superpower und flüstere ihm ins Ohr, dass ich ihn durchs ganze Universum- durch alle schwarzen Löcher hindurch und zurück liebe, vollkommen wurscht welche Note er schreibt. Einfach nur weil er so ein geniales Kind ist.
Und lächelnd verlässt er das Haus und erzählt mir beim Heimkommen, dass er ein gutes Gefühl während der Schularbeit hatte. Und darüber freue ich mich riesig.

*aus Sara und die Eule (Buchtipp!!!)

Knisterspass statt Schlotterangst 😉 Probier mal diese glutenfreien, sättigenden Cracker aus. Achte darauf, dass du genug trinkst.

Leinsamen-Cracker (für 1 Blech)

80 g Hirsemehl
40 g Buchweizenmehl
50 g (Gold-)Leinsamen
20 g Kartoffel- oder Maisstärke
1 TL Salz
1 EL Öl (z. B. Raps- oder Olivenöl)
1 TL gemörserte Gewürze, wie Fenchel, Kümmel, Anissamen, Rosmarin, Kreuzkümmel , Paprika, Thymian,…
200 ml Wasser
Leinsamen, Meersalz (optional) zum Bestreuen

Das Backrohr auf 160 °C vorheizen.

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Das Wasser zugeben und zu einem Brei verrühren. Eventuell noch etwas Mehl oder Wasser zugeben, die Konsistenz sollte wie bei einem dünnen Rührteig sein, aber die Wassermenge ist ein bisschen von den Mehlsorten abhängig.

Den Teig 20 Minuten quellen lassen. Nun sollte der Teig die Konsistenz eines zähen Rührteigs haben.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig esslöffelweise mit ausreichend Abstand auf das Backpapier geben. Ein zweites Backpapier mit Öl einfetten und dieses Papier vorsichtig über die Teighäufchen legen. Mit dem Nudelholz zu „Flecken“ auswalzen und das obere Backpapier vorsichtig abziehen.

Mit Leinsamen und eventuell etwas Meersalz bestreuen. Anschließend ins Backrohr schieben und 20 bis 25 Minuten trocken und knusprig backen.

Einfacher ist es, wenn man die Masse im Ganzen ausrollt und als großen Fladen bäckt und anschließend mit einem Pizzaschneider in Rauten schneidet, solange der Teig noch warm ist. Oder man zerbricht ihn nach dem Erkalten in handliche Cracker.

Diese Cracker eignen sich gut zum Mitnehmen in die Schule oder das Büro. Dazu passt Humus, das du in einem Glas ebenfalls gut mitnehmen kannst.

Kochbuch coming soon … 😉 Fotos: Karin Hackl, Styling: Evelyne Zemplenyi

Kommentar 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.