Liebe & Vertrauen: Fischfilet mit Tomaten

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Es gab Zeiten, da dachte ich meine Liebe sei begrenzt. Als ich mein zweites Kind in den Armen hielt, überkam mich diese Angst: was wenn ich nicht genug Liebe für meine komplette Familie habe? Was wenn es einfach nicht reicht? Ich fühlte mich so sehr überfordert. Eine trotzende 3 Jährige. Ein Neugeborenes. Und ich selbst mitten drin in meiner „ich bin 34 und weiß noch immer nicht was ich will“ – Krise.

Es folgten wunderschöne und gleichzeitig äußerst anstrengende Jahre. Die Liebe zu meinen Kindern wuchs. Das Gefühl des „das kanns doch nicht gewesen sein“ auch. Vor 3,5 Jahren, bei einem meiner ersten Coaching Seminare wurde mir bewusst, dass ich neben meiner ganzen Überforderung meine Beziehung ein bisschen aus dem Fokus verloren hatte. Da wo früher dieses starkes WIR Gefühl saß, nahm ich eine tiefe Leere wahr. Irritiert flog ich nach Hause. Konnte es wirklich sein, dass ich zu wenig Liebe in mir hatte um alles hinzubekommen?

Fortan arbeitete ich noch intensiver an mir. Ich dachte den Fehler in mir finden zu müssen, wenn ich nur endlich richtig bin, dann wird auch meine Beziehung wieder aufblühen…

Zu Beginn 2020 hatte ich das Ziel so klar vor Augen. Ich sah die Zeichen. Ich wurde immer glücklicher. Ich fühlte beschwingt, verbunden, geliebt, geschützt und getragen. Ich war in das von der Familie lang ersehnte Büro übersiedelt, arbeitete weniger. Verbrachte wieder mehr Zeit entspannt in der Wohnung, gemütliche lockdown 1 Abende folgten und auch meine Traumbeziehung schien mir zum Greifen nahe. Klar waren da noch Themen, aber ich konnte mich wieder fühlen, ich konnte spüren was ich wirklich wollte.

2020 – mein magisches Jahr und alles kam anders. Ende August wollte mein Partner sich nach 23 Jahren trennen. Wo waren wir falsch abgebogen? Meine 5% Verstand machten sich auf Fehlersuche und wurden, wie könnte es anders sein, fündig. Bei mir. Bei ihm. Gründe dafür gab es genug. Genauso viele dagegen. Kämpfen oder Loslassen? Seither befinde ich mich in einer emotionalen Achterbahn und bin mega dankbar, dass ich all die innere Arbeit vorher geleistet habe. Und wenn ich dennoch mal nicht weiter weiß, dann frage ich das Leben direkt, so wie vor ein paar Tagen wieder einmal.

Leben: Was wenn an deiner momentanen Situation gar nichts falsch ist?

Ich: Hey Moment mal, das ist jetzt aber schon hart. Es muss doch einen Grund geben und wenn wir den haben, finden wir einen Weg, oder?

L: Ja genau. Der Weg ist der, dass du genau dort weiter gehst wo du gerade stehst. Du bist nicht zufällig da rein geraten. Du hast dir diese Situation kreiert. Ihr habt euch diese Situation kreiert.

I: Echt jetzt…? Das schmeckt mir aber gar nicht. Lieber würde ich da jetzt mal um mich schlagen …

L: Würde das was ändern?

I: Ich könnte meine Wut rauslassen.

L: Dann tu‘s. Wogegen richtet sich deine Wut?

I: Blöde Frage. Gegen ihn.

L: Bist du dir sicher?

I: Ach weißt du, liebes Leben, manchmal bist du echt nervig. Muss ich denn immer so schonungslos ehrlich sein?

L: Nein. Das musst du nicht. Nicht wenn du es nicht willst. Aber wenn du wahrhaftig und deine Reise hier wahrlich genießen möchtest, dann hilft dir schonungslose Ehrlichkeit. So kommst du voran. So dehnst du deine Liebe aus und wirst frei. Frei von Bewertungen. Du entgehst dem richtig-falsch Modell das immer Gewinner und Verlierer hat. Du entdeckst stattdessen das Prinzip Liebe.

I: Puh. Wenn du das so sagst, all das hatte ich mir für 2020 vorgenommen. Aber ich hatte es mir leichter vorgestellt. Das ist jetzt ganz schön next level.

L: Genau das hattest du dir doch gewünscht. Ein next level Leben. Oder?

I: Ja, aber ich wollte es leicht…

L: Schwer ist nur dein Kampf, deine Kontrolle. Vertraue, dass du zu jedem Moment am richtigen Ort, in der richtigen Situation, mit der richtigen Person bist. Immer.

I: Ich weiß nicht ob ich bereit bin…

L: So geht es vielen Menschen. Da bekommen sie genau was sie wollen und dann kriegen sie Schiss, kurz vor der Zielgeraden. Du wolltest eine next level Beziehung. Ich zeige dir gerade wo du sie findest…

I (enttäuscht): Aber ich hatte an meine Partnerschaft gedacht…

L: Zuerst bist du es, dann hast du es. Zuerst darfst du mit dir selbst die Beziehung führen die du haben möchtest, dann folgt sie im Außen. Von Innen nach Außen. Das ist das Fülle-Prinzip. So geht next level Leben…

I: (etwas mürrisch und kleinlaut): Ja. Danke. Ich hab schon verstanden.

Kurze Zeit später…

I: Eine Frage noch. Ist dann die Beziehung, von der ich träumte nur mit jemand anderem möglich?

L (lächelt): Hör nicht auf, dir deine Traumbeziehung vorzustellen. Gib dem Menschen mit dem du sie führst weder Gesicht noch Namen und folge weiter deiner Freude.

I: Mehr nicht? Das ist so unbefriedigend. Da muss ich so geduldig sein…

L: Ja Geduld, das gehört wohl definitiv zum next level Leben dazu. Aber ich verrate dir einen kleinen Trick, eine kleine Abkürzung. Glaub einfach dran, dass es so passieren wird. Du hast so viele Samen gesät, es kann gar nicht anders sein, als dass sie aufgehen. Und der Glaube ist dein Turbo.

I: Eine letzte Frage für heute. Hätte ich etwas anders machen können?

L: Klar. Jede Menge. Es gibt immer ganz viele Wege zum Ziel. Doch die Aufgabe die du dir für dieses Leben vorgenommen hast bleibt die gleiche. Egal welchen Weg du gehst. Du kreierst immer Möglichkeiten um genau in deiner Aufgabe voranzukommen.

I: Das heisst ich hab nichts falsch gemacht?

L: Nichts. Nichts. Nichts. NIE. Leb einfach täglich nach der Fülle-Formel und strahle dabei.

I: Die Fülle-Formel? Wie geht die nochmal?

L: 1. Anerkenne was ist. 2. Finde das Geschenk. 3. Vergib den Rest.

I: Danke für das Gespräch. Dann gehe ich jetzt mal nach meinem Garten schauen. Vielleicht keimt ja schon was….

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Jetzt wo es kühler wird, ist der Moment für tiefe Gespräche und nierenstärkende Nahrung.

Fisch im Backpapier

Für 4 Portionen
4 Stück Fischfilets
(Saibling, Forelle, …)
2 Zitronen, unbehandelt
4 EL Olivenöl
4 Zweige Estragon
4 Zweige Rosmarin
4 Zweige Zitronenthymian
2 EL Dille
4 EL Pinienkerne
2 TL rote Beeren
Gomasio (Sesamsalz)
Pfeffer
4 Bogen Backpapier

Backrohr auf 180° Umluft vorheizen.

Mittig auf jeden Backpapierbogen 1 EL Olivenöl verteilen und das Fischfilet von beiden Seiten darin wenden, mit der Hautseite nach unten platzieren. Mit Gomasio leicht salzen, pfeffern.

Die Zitronen in dünne Scheiben schneiden. Fischfilets mit Zitronenscheiben (2-3 je Filet) und Kräuterzweigen belegen, mit Dille, Pinienkernen und roten Beeren bestreuen. Das Backpapier rollenförmig schließen und an den Enden mit Bindfaden zubinden.

Die Päckchen aufs Backblech legen und für 6-8 Minuten (je nach Filetgrösse: ca 6 Minuten für 120g, 8 Minuten für 180g, 10 Minuten für 250g) ins Rohr schieben.

Dazu passt hervorragend geschmorter Fenchel mit Tomaten.

Aus der Sicht der TCM

Der Fenchel wärmt und schmeichelt deiner Mitte, der Drehscheibe zwischen Herz und Nieren. Die Tomaten sind fürs Herzblut. Der Fisch für die Nieren. Im Winter kannst du die Tomaten natürlich weglassen und das Fischfilet zum Beispiel mit typischem Wintergemüse wie Kohlsprossen oder Brokkoli servieren.

Die Liebe und die Freude wohnen im Herzen. Das Vertrauen, der Wille und die Angst in den Nieren. Es gibt eine enge Verbindung zwischen den Nieren und dem Herzen – die Feuer-Wasser-Achse. Das Nieren-Yin steigt zum Feuer auf und nährt das Herz-Yin. Das Herz-Yin bändigt das Herz-Yang.
Das Feuer steigt zu den Nieren ab und wärmt sie.

Typische Störungen entlang dieser Achse sind: Herz Yin Mangel & Herz Feuer (wilde Träume, Nachtschweiß, geistige Müde und Unruhe, Aphten, …), Herz Qi & Blutmangel (Herzklopfen, Herzstolpern, Müdigkeit, spontanes Schwitzen, geistige Überforderung, Einschlafstörungen, …), Nieren Yin (Schwindel, innere Unruhe, Nervosität, Nachtschweiß, Überempfindlichkeit, …) und Nieren Yang Mangel (Kälteempfinden, Kreuz- und Knieschmerzen, Impotenz, häufiges Urinieren, mangelnde Willenskraft und Stärke, …).

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