Die Leber und die Kontrolle

Kommentare 6

Hast du das Bedürfnis VIELES oder gar ALLES in deinem Leben zu kontrollieren? Ich kenne das sehr gut.

​​Ich wollte immer genau wissen​ was kommt, (damit ich ja nicht flexibel agieren musste).

Das Problem ist, das Leben verläuft nicht wie am Schnürchen und unverhofft kommt oft. Wenn wir uns aber einbilden immer alles kontrollieren zu müssen, so handeln wir wider unserer Leber. Denn sie ist zuständig für das „mit dem Leben fliessen“.

​​ Ich habe ein kleines Zitat für dich, um dir zu zeigen wie unsere Leber handelt, bzw. wieviel Kontrolle Sinn macht und gut tut, und wann das Ganze kippt und du deinem General – deiner Leber schadest:

Aus St. Exupérys: Der kleine Prinz beim König

​Der König saß, ganz in Purpur und Hermelin gekleidet, auf einem sehr einfachen, aber majestätischen Thron.

​»Ah! Da ist ja ein Untertan«, sagte der König, als er den kleinen Prinzen zu Gesicht bekam. Der kleine Prinz fragte sich: »Wie kann er mich kennen, wenn er mich doch noch nie gesehen hat?« Er wusste nicht, dass die Welt für die Könige sehr einfach ist und alle Menschen Untertanen für sie sind.
​»Komm näher, dass ich dich besser sehen kann«, sagte der König stolz darauf, dass er für jemanden König sein konnte. Der kleine Prinz sah sich nach einem Sitzplatz um, doch der ganze Planet wurde von dem herrlichen Hermelinmantel bedeckt. So blieb er stehen, und weil er müde war, gähnte er.

​​»Es ist ein grober Verstoß gegen die Etikette, in der Gegenwart eines Königs zu gähnen«, sagte der Monarch. »Ich verbiete es dir.«
​»Ich kann aber nicht anders«, entgegnete der kleine Prinz ganz verwirrt. »Ich hatte eine lange Reise und habe nicht geschlafen …«
​»Ich befehle dir zu gähnen«, sagte da der König. »Seit Jahren habe ich niemanden gähnen gesehen. Gähnen ist eine Rarität für mich. Mach schon! Gähne noch einmal. Das ist ein Befehl!«
​»Das macht mir Angst … Ich kann nicht«, sagte der kleine Prinz und wurde rot.

»Hum! Hum!«, erwiderte der König. »Dann sei es … Ich befehle dir, bald zu gähnen und manchmal …«

Er murmelte ein bisschen und schien verärgert zu sein. Denn der König war in hohem Maße darauf bedacht, dass seine Autorität respektiert würde. Er duldete keinen Ungehorsam. Er war ein absoluter Monarch. Aber er war sehr gütig und gab vernünftige Befehle. »Wenn ich befehle«, sagte er gewöhnlich, »wenn ich einem General befehle, sich in einen Seevogel zu verwandeln, und wenn der General nicht gehorcht, wäre es nicht die Schuld des Generals. Es wäre meine Schuld.«

So viel zum Thema Kontrolle. Sei achtsam und versuche nicht Dinge zu kontrollieren die unmöglich sind. Du schadest damit dir selbst, bist gefrustet und es kostet dich wertvolle Lebensenrgie.

Schnelles Spinat-Pilz-Curry

30 g Cashewkerne
1 Zwiebel
2 TL Thai Currypaste (Ingwer, Curcuma, Zwiebel, Galgant, Zitrone(ngras), Koriander, Senfsamen, Kümmel, Bockshornklee, …) als Ersatz verwende 1 EL von der eingekochten Suppenpaste
200 g Austernpilze
200 g Babyspinat
1 EL Ume Su oder Bio-Essig
Salz und schwarzer Pfeffer

Eine große beschichtete Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Während sie heiß wird, die Cashewkerne darin rösten, bis sie leicht gebräunt sind, dabei die Pfanne ab und zu schwenken. Die Cashewkerne in eine Schüssel umfüllen und die Pfanne wieder auf den Herd stellen.

Die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Mit 1 EL Olivenöl und der Currypaste in die heiße Pfanne geben und unter Rühren 8 Minuten bräunen, dann 1 EL Ume Su oder Essig hinzufügen. Den Essig 30 Sekunden verkochen lassen. Die Austernpilze in Scheiben schneiden und in die Pfanne geben, etwas Wasser zufügen und mehr dämpfen als braten.

Wenn die Pilze gar sind den Spinat hinzufügen. Rühren, bis die Blätter zusammenfallen und die gesamte Flüssigkeit verdampft ist, eventuell etwas Wasser nachfüllen. Du entscheidest wie flüssig oder trocken du dein Gemüse haben möchtest. Das Curry mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Cashewkerne zerstoßen oder grob hacken und das Gericht vor dem Servieren damit bestreuen.

Hierzu passt zum Beispiel Vollkornbasmati-Reis. Und das Curry macht sich gut in Begleitung von Huhn oder Fisch. Kochen nach den Jahreszeiten sorgt dafür, dass deine Energien im Fluss bleiben und du zu jeder Jahreszeit genau mit dem Richtigen versorgt bist.

Aus der Sicht der TCM

Grünes Gemüse baut dein Blut auf. Davon kann die Leber (sie speichert dein Blut) nicht genug haben. So ein richtig prall gefüllter Blutspeicher, entspannt den alten König, chinesisch auch Hun genannt. Dazu noch ausreichend frische Kräuter, dann wird dein Qi auch gut bewegt und du leidest wenige runter Frust und Frühlingsmüdigkeit.

Pilze sind mein liebstes Fleisch und tun aus TCM Sicht genau das Gegenteil von Fleisch: Statt uns zu verschleimen und übersäuern, putzen sie uns durch und leiten Giftstoffe aus.

Ich glaube, ich könnte täglich Pilze essen und diese Woche habe ich es tatsächlich getan… Ich überlege schon lange, mir so einen Zuchtbaumstamm zu beschaffen. Im Sommer wäre die Witterung in unserer Dachgeschosswohnung vermutlich ideal. Falls du selber Pilze züchtest, freue ich mich über eine Nachricht in den Kommentaren. Falls du keine Pilze züchtest, natürlich auch 😉

Rezept aus dem TCM Magazin (Märzausgabe) hier erhältlich!

Fotos: Karin Hackl, Styling Eveline Zemplenyi

Kommentare 6

  1. Caroline März 29, 2019

    Ich habe dir heute schon geschrieben wegen der Suppenpaste-aber leider keine Antwort erhaltenWollte wissen, ob man s´da Wein nehmen muss, oder ob man es auch mit Wasser ersetzen kann.Weiss auch nicht, ob man die Wacholderbeeren und die Gewürze mitpürrieren soll-oder wie man die klein bekommt.Danke für deine tollen Rezepte

    • Pascale Neuens April 1, 2019

      Liebe Caroline, danke für deine Anfrage und bitte um Verständnis, dass ich nicht immer sofort auf Mails antworten kann. Du kannst den Wein auch durch Wasser ersetzen und am Schluss einen Spritzer Zitronensaft zugeben, wegen der Säure, glg Pascale

  2. Hallo,
    Wir lieben ebenfalls Pilze…und tatsächlich schaffen wir es, fast jeden Tag welche zu essen. Wir sind ein kleines Familienunternehmen und haben uns auf die Zucht von Pilze auf Baumstämmen spezialisiert. Kennst du uns vielleicht schon? (www.pilzgarten.at). Wir kultivieren über 13 verschiedene Arten unter anderem den Igelstachelbart und den Shiitake sowie den Reishi. Wir haben auch einen Schaugarten im nördlichen Waldviertel….würden uns über einen Besuch (bei uns) oder einfach auf unserer Homepage freuen, liebe Grüße Magdalena…:Danke für die tolle Rezeptidee..es sieht köstlich aus!

    • Pascale Neuens April 11, 2019

      Hallo Magdalena, danke für deinen netten Kommentar. Nein, ich kenne dich/euch noch nicht. Schau aber gleich mal online vorbei und hoffentlich auch mal in Echt – wobei wir kein Auto haben … mal schauen… alles Liebe inzwischen, Pascale

    • Pascale Neuens April 15, 2019

      Super Idee liebe Karin, das freut mich wenn meine Rezepte der Kreativität dienen, glg Pascale

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