Alles super oder Suppe im Glas?

Kommentare 5

Knüpfe deine Zufriedenheit niemals an eine Bedingung, sondern finde sie im Moment.

Denk jetzt mal kurz nach. Wozu setzt du dir Ziele? Meine spontane Antwort wäre gewesen: damit ich sie erreiche, damit ich besser werde, damit mein Leben erfolgreich wird usw.

Das Problem ist, diese Bedingungen spielen sich alle in der Zukunft ab und somit jagst du immer etwas hinterher und hast niemals die Zeit, gerade in dem Moment zufrieden und glücklich zu sein.

Ein Ziel zu haben, hat mir bisher immer als Beweis dafür gedient, dass ich gut bin (oder dass ich mich gut finden kann/darf). Ziel erreicht – ich bin gut. Ziel nicht erreicht – ich habe Grund unzufrieden zu sein. Das Blöde ist, wenn du zusätzlich perfektionistisch veranlagt bist (öh – ich…) , wirst du dein Ziel vermutlich nie so erreichen wie du es gerne hättest und du hast IMMER einen Grund UNZUFRIEDEN zu sein. Du erinnerst dich, die Sache mit dem Verlierer…

Gestern habe ich gelernt, dass ich mir Ziele nur setze, damit die Richtung in meinem Leben stimmt. Meine Zufriedenheit darf nicht an das Ziel gekoppelt sein. Denn sonst verliere ich auf jeden Fall.

Erreiche ich das Ziel nicht, bin ich gefrustet – eh klar. Ich hatte doch so hart darauf hin gearbeitet. Erreiche ich das Ziel, besteht die Gefahr, dass ich kurze Zeit später vergesse, warum mir das so wichtig war und ich falle in eine Loch, weil ich ja jetzt kein Ziel mehr habe.

Oder folgende Steigerung als Perfektionist: du erreichst das Ziel, hättest jeden Grund dich zu freuen, doch dann fällt ihm auf: aber das hätte ich besser machen können, und das hast du übersehen und das ist total schief gegangen…

Fazit: ob du zufrieden bist oder nicht, hat mit deinem Ziel und dessen Erreichung gar nichts zu tun. Du kannst nur dauerhaft zufrieden sein, wenn du lernst anzunehmen was ist und dankbar für die vielen guten Dinge zu sein, die dir täglich passieren.

Suppe im Glas

50 g dünne Reisnudeln oder Glasnudeln
1 kleines Stück frischer Ingwer
1 EL Kokoscreme
1 gehäufter EL helle Misopaste
1 Schuss Sesamöl
1 EL Sojasauce oder Tamari
1 Sternanis
1 kleines Bund Schnittlauch
1 rote Chilischote
1 kleine Handvoll grünes Blattgemüse
1 kleine Handvoll vorgedünstetes Gemüse aus dem Vorrat: Brokkoli, Zuckerschoten, Karotten, Radieschen, Spargel, …

Zum Servieren:
einige Blätter Basilikum, Koriander, …
1 EL geröstete Sesamsamen

Die Nudeln in eine Schüssel geben. Wasser im Wasserkocher aufkochen und über die Nudeln gießen. Laut Packungsanweisung ziehen lassen bis sie weich sind.

Den Ingwer schälen und in eine zweite Schüssel reiben. Kokoscreme, Misopaste, Sesamöl, Sojasauce oder Tamari und den Sternanis zugeben. Frühlingszwiebel und Chili in ganz feine Ringe schneiden und den größten Teil in die Schüssel geben. Das Blattgemüse in Streifen schneiden und mit den vorgedünsteten Gemüseresten in die Schüssel geben.

Die Nudeln abtropfen und unter das Gemüse mengen.

Zum Mitnehmen sämtliche Zutaten in ein Glas mit Schraubverschluss schichten.

Wenn es soweit ist, wieder Wasser zum Kochen bringen. Zu den Zutaten im Glas gießen, sodass das Gemüse bedeckt ist und gründlich durchrühren. Mit den übrigen Chiliringen und Schnittlauch, etwas Basilikum oder Koriander und gerösteten Sesamsamen garnieren.

Wenn du kein vorgedünstetes Gemüse auf Vorrat hast, kannst du das Gemüse auch hauchdünn schneiden oder hobeln und es quasi roh belassen – wenn du es verträgst.

Du kannst auch schnell etwas Gemüse dünsten oder schmoren und dann weiter verwenden. Dann brauchst du allerdings doch den Herd ;-).

Das Vordünsten gibt dir mehr Spielraum beim Kombinieren der Gemüseeinlage und du musst weniger dünn schnippeln. Auch dünn aufgeschnittene Champignons eignen sich gut.


Die Idee entstammt dem Kochbuch Anna Jones „a modern way to cook“ abgewandelt und nachgekocht für die Mai Ausgabe des TCM Magazins – hier erhältlich.

Die Mai Ausgabe enthält darüber hinaus einen umfassenden Artikel über die Dojo-Zeit zwischen Frühling und Herbst, einen Artikel und die Sichtweise meiner Kollegin Klara Molnar zum Thema Gluten, die 8 Zutaten des Monats und circa 20 saisonale, köstliche, glutenfreie Rezepte für die ganze Familie.

Buchweizen Pizza und Palatschinken, ein köstlicher Karotten-Frühstückskuchen, jede Menge grüne Suppen und Spargelideen. Diesmal kein Fleisch- oder Fischrezept. Dafür Ideen für deinen vielfältigen Speiseplan mit bunten Kräutern, Pesto und Humus uvm.


TCM Magazin – Fotos: Karin Hackl, Styling Eveline Zemplenyi

Kommentare 5

  1. Du bist sowas von der HAMMER . immer aufn PUNKT vom Leben zum Kochen – was im Prinzip fast das Gleiche is(s)t … hihihiiiii – Danke Dir für Deine Inspiration im Geiste und im Herzen und für die Leibliche Speise sowieso!

    Deine Fännin Susanne

    • Pascale Neuens Mai 3, 2019

      Liebe Susanne, danke für dein tolles Feedback und schön wie du meinen Beitrag zusammenfasst 😉 glg Pascale

  2. Caroline Mai 3, 2019

    Ich hätte gerne nur das Mai Magazin bestellt um zu sehen,ob mir das zusagt.Das ist leider nicht möglich.Man kann nur 12mal oder einmal bezahlen.Könnten Sie das bitte ändern,sodass ich es mir nur für Mai kaufen kann?

    • Pascale Neuens Mai 3, 2019

      Liebe Caroline, derzeit ist es nicht möglich das Magazin monatsweise zu bestellen. Eine Vorschau gibt es aber hier: https://neuensausderkueche.com/lp-tcm-magazin/ einfach mal durchklicken, da bekommt man einen wirklich guten Eindruck über den Aufbau des Magazins und sollte es aus irgend einem Grund nach der Bestellung nicht zusagen, es gilt eine 14 Tage Geld zurück Garantie, glg Pascale

  3. Caroline Mai 15, 2019

    Liebe Pascale,wollte noch sagen,dass ich das Rezept mit Buchweizenramennudeln gemacht habe,die ich in Wien gefunden habe.Schmeckt auch spitze-solltest mal probieren!Schade,dass es mit dem Mai Magazin nicht geklappt hat-aber ich liebe trotzdem deine Mails und bin dir sehr dankbar.Alles Liebe,Caroline

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