Info Sommer

 – die Lebensmittel Wirkung –

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Ziele der Ernährung im Sommer:

  • Hitze kühlen (erfrischende Ernährung)
  • Vor Austrocknung schützen (Blut und Säfte aufbauen)
  • Freude und Leichtigkeit (Emotionen regulieren)

Hitze kühlen:
Hitze
neigt zum Aufsteigen und beschert uns überwiegend Symptome in der oberen Körperhälfte: rotes Gesicht, roter Kopf, Hitze-Gefühl, starkes Schwitzen, Kopfschmerzen, brennende Augen, Durst, Herzklopfen, bitterer Mundgeschmack und Bluthochdruck. Hitze ist ein Beschleuniger, dreht uns auf, macht uns schnell und es kann passieren dass wir nicht mehr zu Ruhe kommen und unter Gier, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit leiden. Mit kühlenden, erfrischenden Lebensmittel können wir der äußeren und inneren Hitze gegen steuern. Der bittere Geschmack leitet die Hitze aus und schützt unser Herz und die Gefäße.

Kombinationen aus gedünstetem Gemüse und bitteren Blattsalate leisten gute Dienste gegen Hitze. Gekochte Suppen aus thermisch kühlem/kaltem Sommergemüse (Tomaten, Paprika, Erbsen, Gurken,…) schützen unseren Körper vorm „Heißlaufen“.  Ab und zu einen Salat als Hauptspeise, ein Eis oder der gelegentliche Konsum von Südfrüchten sind in der warmen Jahreszeit berechtigt. Wer Smoothies liebt – an einem heißen Sommertag oder nach einer schweißtreibenden Wanderung ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Getränke: grüner Tee ist ein zielführendes Erfrischungsgetränk, verzichte dabei auf die Verwendung von Zucker! Wenn du es süßer brauchst, gib eine Messerspitze Zuckerrohrmelasse auf eine Kanne Tee.
Versuche auch mal frische Kräuter (Minze, Melisse, Salbei, Zitronenverbene,…) mit etwas kochendem Wasser zu übergießen. Zum natürlich Süßen, kannst du auch einen Esslöffel Goji-Beeren zu den Kräutern geben. Fülle die Kanne, nach 10 minütigem Ziehen, mit kühlem Wasser auf.

WICHTIG: bei innerer Hitze leidet man stärker unter der äußeren Hitze. In so einem Fall ist es besonders wichtig thermisch heiße Lebensmittel zu meiden: auf hochprozentigen Alkohol, Gegrilltes, große Mengen Fleisch, Geräuchertes, sehr salzige Nahrungsmittel (Chips, Pizza, Wurst,…), scharfe Gewürze wie Knoblauch, Chili und Ingwer, schwarzer Tee und Yogitee, Kaffee, Mineralwasser und Zigaretten sollte verzichtet werden.

Vor Austrocknung schützen:
Um unseren Körper im Hochsommer ausreichend kühlen zu können, schwitzen wir. Durch das häufige Schwitzen sind unsere Säfte in Gefahr. Wir leiden an trockener Haut, rissigen Lippen, trockenem Mund, Gastritis,Verstopfung und spärlichem, dunklen Urin, roten Flecken im Gesicht, heißen Händen und Füssen.

Die äußere Hitze ist anstrengend für den Körper, haben wir nicht die Gelegenheit uns in einen entspannenden Sommerurlaub zu begeben, ist es wichtig mit den richtigen Nahrungsmittel für Frische und Spritzigkeit zu sorgen. Säftemangel kann zu Nervosität, Schreckhaftigkeit,  geistiger Müdigkeit, einem schlechten Gedächtnis und einem Ausbleiben der Regelblutung führen.

Gelierte Kirsch-Beeren-Suppe: 0,5 kg Kirschen, und 0,5 kg Beeren, eventuell 50 g Gojibeeren, 4 EL Stärke, 1 TL Vanillepulver, 100ml Kirschen- oder roter Johannisbeersirup, 1/2 TL Kardamom, 1 Prise Salz, 2 EL Zitronensaft, etwas frisch geriebene Zitronenschale, 200 ml Rotwein, 400ml Wasser, frische Minzblätter
Beeren mit Wasser aufkochen, Gewürze (außer Zitronensaft) und Sirup zufügen. Die Stärke in kaltem Rotwein auflösen, dann in die kochende Flüssigkeit gießen und 2 Minuten unter Rühren kochen lassen. Die Beerenmischung pürieren und die Kirschen zufügen. Auf kleiner Flamme 10 Minuten köcheln und mit Zitronensaft abschmecken.

TIPP: Der saure Geschmack hilft uns unsere Säfte zu bewahren – ein Soda-Zitrone oder ein leichter weißer Spritzer gelten als Erfrischungsgetränke an heißen Tagen. Saure, erfrischende Milchprodukte wie Topfen und Joghurt in Massen genossen, schützen unsere Schleimhäute vorm Austrocknen. Sprossen, frische Kräutern (Minze, Melisse, Salbei), gute Ölen und milchsauer-vergorenes Gemüse bauen uns wieder auf! Saftiges, säuerliches Obst als Zwischenmahlzeit ist ein Genuss. 

Freude und Leichtigkeit:
Die Natur ist am Höhepunkt, so auch unser Lebensstil. Wir sind nicht zu bremsen, an einem warmen Sommertag könnten wir vor Freude explodieren, unser Herz geht über … Wir sollten uns in dieser „leichten“ Jahreszeit auch mit leichter Kost versorgen. Wir brauchen weniger stärkende Nahrung, weniger Getreide und Fleisch und keine deftigen Mahlzeiten die unseren Körper belasten. Es gilt die Farbenpracht, die die Natur zu bieten hat, in voller Bandbreite zu nutzen und unsere Teller bunt zu gestalten. Gratinierte Tomaten mit Basilikum oder gegrillte Melanzani mit Kichererbsen, etwas Fisch und saftige Kompotte und Aufläufe aus Marillen oder Pfirsichen!

Rezeptidee: Salat im Glas – optimal zum Mitnehmen: Fülle zuerst Rukola und Minzblätter in das Glas, gib einige Löffel knackig gekochten, abgekühlten Buchweizen darüber. Brate 2 Pfirsich Hälften in einer beschichteten Pfanne. Leg sie auf das Getreide und streu noch etwas Schafs- oder Ziegenkäse darüber. Beträufele den Glasinhalt kurz vorm Essen mit einer Marinade aus 3 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und 1 TL Honig!

WICHTIG: Um bei soviel Leichtigkeit nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren, dürfen wir auch im Sommer unsere Mitte nicht vernachlässigen. Es sollte – ganz im Sinne der mediterranen Küche – daher nicht auf gekochte Speisen verzichtet werden!

Etwas chinesisch zum Schluß – das Feuer Element:
Herz und Dünndarm sind die Organe dieses Elements. Das Herz regiert das Blut und die Gefäße – ist das Herz in einem guten Zustand, sind die Gefäße offen, glatt und elastisch, der Puls ist harmonisch und regelmäßig.

Das Gehirn steht unter der Lenkung des Herzens. Das Herz ist das Haus des Geistes (Shen), der Sitz des Bewusstseins. Shen ist die höchste Intelligenz und hat die Kraft und Fähigkeit spontan und intuitiv zu handeln. Shen ist für die Emotionen zuständig, die unterschiedlichen Organen zugeordnet sind. Freundschaft und Liebe, Inspiration und Aufnahmefähigkeit haben ihren Sitz im Herzen. Die Herzqualität zeigt sich im Gesicht (Lebensfreude) und öffnet sich in der Zunge, das bedeutet dass die Sprache viel über den Zustand der Psyche und Emotionen ausdrückt. Emotionen müssen kommen und gehen können. Die dem Feuer-Element zugehörige Farbe ist rot – die Farbe der Liebe. 

Der klimatische Faktor des Feuerelements ist die Hitze! Der Schweiß ist die Flüssigkeit des Herzens, Bei starkem Schwitzen kommt es zu einem Mangel von Blut und Säften. Unruhe, geistige Rastlosigkeit und Einschlafstörungen sind die Folge.  Der zugehörige Geschmack ist bitter, bitter ist zumeist kühl und absenkend und schützt somit das Kaiserorgan Herz vor zuviel Hitze. Der Dünndarm nimmt die Hitze des Herzens auf und leitet sie über die Blase aus. Er empfängt und transformiert Wasser und Getreide, er ist für das Trennen von Klarem und Trüben zuständig. Ist seine Funktion beeinträchtigt können wir schlecht aussortieren, uns nicht richtig abgrenzen, unsere Urteilskraft ist geschädigt. 


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    • Amaranth
    • Artischocke
    • Azukibohnen
    • Basilikum
    • Bitterlikör
    • Brennessel
    • Brombeeren
    • Brunnenkresse
    • Bockshornkleesamen
    • Bohnenkraut
    • Buchweizen
    • Chicorée
    • Couscous
    • Erbsen
    • Erdbeeren
    • Fisolen
    • Frauenmanteltee
    • Granatapfel
    • Grapefruit
    • Hammelfleisch
    • Heidelbeeren
    • heißes Wasser
    • Himbeeren
    • Hollerbeeren
    • Huhn (als Suppe)
    • Johannisbeeren
    • Käferbohnen
    • Kamillentee
    • Kapern
    • Karotten
    • Kichererbsen
    • Kirschen (-saft)
    • Kerbel
    • Kohlsprossen
    • Kurkuma
    • Lammfleisch
    • Liebstöckel
    • Lorbeer
    • Löwenzahn (-wurzeltee)
    • Majoran
    • Marillen
    • Maulbeeren
    • Melissentee
    • Melanzani (Aubergine)
    • Milchprodukte (sauere)
    • Mohn
    • Oliven
    • Orangenschale
    • Oregano
    • Paprikapulver
    • Pastinake
    • Petersilie
    • Pfirsiche
    • Pfefferminze
    • Radicchio
    • Rindfleisch
    • Roggen
    • Rosmarin
    • rote Rüben
    • Rukola
    • Safran
    • Salat
    • Salbei
    • Schafgarbe
    • Spinat
    • Sprossen
    • Süßwasserfische
    • Tintenfisch
    • Tomaten (-mark)
    • Trauben (-saft)
    • Vogerlsalat (Feldsalat)
    • Walnüsse
    • Weichsel
    • Weizen (gekeimt)
    • Zitronenschale
    • Zucchini

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