Info Winter

-die Wirkung unserer Nahrungsmittel-

winter_auswahl9
warme Suppen und stärkende Nahrungsmittel

Ziele der Ernährung im Winter:

  • der Kälte trotzen
  • das Innere stärken
  • Regeneration durch guten Schlaf fördern

Der Kälte trotzen:
Angst oder Abneigung vor Kälte, ständiges Frieren, kalte  Füsse, geistige und körperliche Erschöpfung, Kreuzschmerzen, häufiges Wasserlassen, schwache Knie, Unfruchtbarkeit, … all dies sind mögliche Symptome wenn Kälte unserem Körper zu schaffen macht. Mit der richtigen Ernährung kann man verhindern, dass die Kälte tiefer eindringt und sich im Inneren ausbreitet. Mit einer Typ und Jahreszeit widersprechenden Ernährung (zB Salat als Hauptnahrungsmittel für Kälte-Konstitutionen) kann die Kälte bis „tief in die Knochen“ vordringen.

Fleisch (vor allem Wild und Lamm) ist die Waffe Nummer 1 um effizient gegen Kälte vorzugehen, aber auch Haferbrei, Kraftbrühen und Eintöpfen wirken warme Wunder – vorausgesetzt die Gewürze stimmen!

Haferbrei: 50 g Haferflocken mit 150 ml Wasser aufkochen und 2 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Eine Prise Salz und nach Geschmack etwas Zimt, Vanille, Kardamom, geriebene Zitronenschale oder Kakaopulver zugeben, einen Esslöffel Butter oder einen Schuss Kokosmilch/Schlagobers unterrühren. Mit Kompott genießen oder zu Beginn einen geriebenen Apfel/Birne mit den Flocken aufkochen. Geröstete Nüsse sorgen für etwas Biss und machen länger satt! 

Wichtig: Hafer ist das wärmste aller Getreide, für manche Konstitutionen bzw. unter gewissen Bedingungen (zB Wechseljahre) kann Hafer mit Zimt durchaus zu warm sein…bei Schweißausbrüchen bitte melden…

Unser Inneres (die Essenz) stärken:
Der salzige Geschmack hat die Eigenschaft in die Tiefe zu leiten, dabei meint „salzig“ weniger Kochsalz (NaCl), sondern Mineralstoffe im Allgemeinen: Sauerkraut, Sojasauce, Miso, Fische, Meeresfrüchte, AlgenGeräuchertes und Gepökeltes, aber auch Maroni, Walnüssen, Ei, Trockenobst, Amaranth, Sesam, Hülsenfrüchte und Mohn sind wahre Nährstoffbomben in diesem Sinn. Sie decken in Kombination mit chlorophyllhaltigem Gemüse wie Brokkoli, Schwarzkohl, Grünkohl, Kohlsprossen und Wintersalaten (zB Endivien) den erhöhten Nährstoffbedarf dieser Jahreszeit ideal ab und festigen unsere Zähne und Knochen und stärken die Nieren.

Chinesisch gesehen produzieren die Nieren das Mark aus dem Gehirn, Rücken- und Knochenmark gebildet werden und sind mit verantwortlich für Gedächtnisschwäche, Karies, lose Zähne, frühes Ergrauen, Haarausfall, Schwerhörigkeit, Schwindel und Osteoporose.

Kraftbrühe: 1 Lauch, 1 Bund Petersilie, 6 Wacholderbeeren, 3 Karotten, 1/3 Sellerie, 1 Zwiebel mit 4 Nelken gespickt, 8 Pfefferkörner, Liebstöckl, 2 Lorbeerblätter, 1 Stück Zimtrinde, 3 Scheiben Ingwer, Salz mit 3-4 l Wasser aufkochen und 2-4 Stunden köcheln und abseihen. Für die Brühe kann auch Fleisch verwendet werden. In dem Fall koche ich das Fleisch im Wasser mit dem Zwiebel einmal auf, schöpfe den Schaum ab und gebe dann die Gewürze zu.
Gönne dir im Winter regelmäßig ein Schälchen „Essenz“!

Tipp: je länger die Suppe kocht desto besser, durch das lange Kochen werden die Nährstoffe „in die Suppe gespült“. Im Fall einer Hühnerbrühe, kann es weh tun das edle Biohuhn am Ende der Kochzeit zu entsorgen. In dem Fall hebe ich das Fleisch nach 1,5 Stunden aus der Suppe und bewahre es auf, während ich das Gemüse noch weitere 1,5-2 Stunden köchele.

Regeneration, einen guten Schlaf fördern
So wie die Natur über den Winter wieder Kraft sammelt, so tut es auch unserem Körper gut wenn wir die verkürzten Tage nutzen um viel zu schlafen. Während dem Schlaf setzt unser Körper Wachstumshormone frei. Kinder setzen wesentlich mehr davon frei, haben somit  im Prinzip viel Energie und bleiben schlank. Wenn wir zur Ruhe kommen transportiert der Stoffwechsel „alles Liegengebliebene ab und entsorgt den Müll aus unserm Körper„. Es hängt von unserem Typ ab, welches Abendessen uns einen guten Schlaf ermöglicht. In der Regel sollte ein gut gewürztes Gemüsegericht mit Hülsenfrüchten oder Fisch und etwas kaltgepresstem Öl uns satt machen und tief schlafen lassen.

Wichtig: Das Abendessen sollte in der Regel nicht zu spät stattfinden und nicht zu fett und schwer sein. Schwerverdauliches bleibt bis am nächsten Morgen im Magen liegen, wir haben in der Früh keinen Hunger. Auch das Gegenteil ist möglich: das Abendessen wird zu schnell verdaut, wir wachen nachts vom Hunger getrieben auf. In beiden Fällen kann die Regeneration nicht richtig stattfinden. Wir sind in der Früh erschöpft – trotz ausreichend Schlaf.

Etwas chinesisch zum Schluß – das Wasser Element:
Niere und Blase sind die Organe dieses Elements. Die Niere wird als Wurzel des Lebens gesehen. Die Nieren speichern die Essenz (alles was wir zum Leben brauchen). Wir unterscheiden zwischen angeborener Essenz (Erbgut) und erworbenerer Essenz (durch Ernährung aufgebaut). Eine gute Essenz steht für eine gute Entwicklung, kräftige Organe, Vitalität und Fruchtbarkeit. Dies erklärt die Wichtigkeit der Nieren und der Ernährung in der chinesischen Medizin.
Die Niere regiert das Wasser, sie kontrolliert die Aufnahme, die Elimination und die Verteilung im Körper. Die Nieren fangen das Qi (die Energie) der Atmung ein, bei Husten und Asthma kann aus chinesischer Sicht oftmals die Niere beteiligt sein. Laut der 5 Elemente Lehre reflektieren die Nieren sich im Haar, ihr Gewebe sind die Knochen, sie öffnen sich in den Ohren und die zugehörige Emotion ist Angst: ein riesiger Schrecken kann uns über Nacht ergrauen lassen oder wir machen uns vor Angst in die Hose – so hängt alles zusammen. Die Willenskraft hat ihren Sitz in den Nieren. Dem Wasser Element ist die Farbe schwarz zugeordnet. Da die Niere für Ursprung von Yin und Yang steht, ist es wichtig im Winter den Körper durch ausreichend Schlaf und Wärme zu stärken um im Frühjahr durchstarten zu können.


winter_auswahl3
die Auswahl im Winter
    • Amaranth
    • Äpfel
    • Birnen
    • Bockshornklee
    • Bohnenkraut
    • Chinakohl
    • Endiviensalat
    • Fische
    • Hülsenfrüchte
    • Karotten
    • Kartoffeln
    • Knoblauch
    • Kohl
    • Kohlsprossen
    • Kreuzkümmel
    • Kürbis
    • Kürbiskerne
    • Lauch
    • Linsen
    • Lorbeer
    • Maroni
    • Mohn
    • Muskat
    • Nüsse
    • Pastinake
    • Petersilie
    • Petersilienwurzel
    • Pfeffer
    • Räucherfisch, -fleisch
    • rote Rüben
    • Rotkraut
    • Safran
    • Salz
    • Sellerie
    • Sesam
    • Sonnenblumenkerne
    • Trockenfrüchte
    • Vanille
    • Wacholder
    • Walnüsse
    • Weißkraut
    • Zwiebeln
    • Zimt