Thermik

Über die Lebensmittel Wirkung:

Früher waren diese simplen Naturgesetze den Menschen bewusst, bzw. wer es nicht wusste, hat es aufgrund des Nahrungsangebots der Natur automatisch richtig gemacht:

  • im Sommer kühlen reife Tomaten den Körper und bauen Säfte auf
  • im Herbst hilft der frisch geerntete Zwiebel und Lauch, bei den ersten Erkältungen den Schleim zu lösen
  • im Winter wärmen die gut haltbaren Kohlsorten mit den typischen Gewürzen wie Nelken und Lorbeer in Kombination mit thermisch heißem Wildfleisch
  • im Frühling reinigen die ersten zarten, bitteren Kräuter unseren Körper und versorgen ihn mit frischem Saft.

Jeder Mensch ist anders, aber grob gilt die Einteilung der Menschen in Yin- und Yang-Typen:
Der Yin-Typ hat eine blasse Gesichtsfarbe und typische Symptome wie Kältegefühl, Neigung zu weichem Stuhl, Verdauungsproblemen und niedrigem Blutdruck. Er isst gerne Salat.

Der Yang-Typ hat oft einen roten Kopf, schwitzt leicht und hat typische Symptome wie Hitzegefühl, Bluthochdruck, roter Kopf und Neigung zu Verstopfung.

Paradoxerweise fühlen wir uns genau von dem angezogen, was in uns vorherrscht: So sind es genau die Hitzetypen, die auf Wurst- und Fleischgerichte stehen, während verfrorene Vegetarier sich oftmals auch im Winter von Salat ernähren.

Laut TCM hat jedes Nahrungsmittel eine thermische Wirkung. Um dies kurz zu veranschaulichen, würde ich die Lebensmittel auf einer Temperatur-Skala von stark wärmend nach stark kühlend wie folgt ein reihen:
Wurst, Wildfleisch, Fleisch, Schalentiere, Fisch, Eier, Hartkäse, Butter, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide (agiert  eher neutral), Wurzelgemüse, Gemüse, Früchte, Milch, Südfrüchte, Salat, Yoghurt

Die thermische Wirkung eines Lebensmittels kann durch entsprechende Kochmethoden und Gewürze verstärkt oder ausgeglichen werden. Einem gesunden Menschen empfiehlt man generell sich thermisch neutral zu ernähren, wobei die Skala der Kochmethoden wie folgt ausschaut:
die Wärme bringendste Kochmethode ist Grillen, gefolgt von mit Alkohol kochen, braten, backen, rösten, im Druckkochtopf, kochen und schmoren bei 100° Grad, dünsten, blanchieren, dämpfen, während roh essen die kälteste Methode ist.

Um warm durch die kalte Jahreszeit zu kommen, haben unsere Ahnen auf lang gekochte Fleisch-Eintöpfe gesetzt. In der Praxis leiden wir heute unter stressbedingten Hitzesymptomen und weniger erhitzendes Fleisch entspricht unserem heutigen Lebensstil allgemein besser. Um verfrorene Naturen dennoch warm durch den Winter zu geleiten, empfehlen sich wärmende Zubereitungen pflanzlicher Rezepte, da Soja zwar sehr eiweißreich, aber thermisch kalt ist. Tofu hat thermisch gesehen keine Ähnlichkeit mit einem Steak. Die Menge und Art der verwendeten Gewürzen richtig sich nach der individuellen Konstitution.

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